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  • freudhammer

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Das Beispiel Spahn

Grassmann:

Die Corona-Krise zeigt die Schwächen unserer parlamentarischen Demokratie. Ein neues Kompetenzniveau des Regierens ist erforderlich.

Dieser erste Satz macht schon stutzig? Wie jetzt? Ist die Demokratie nur ein Schönwettermodell und Krisen brauchen eine Diktatur? Und was hat beides mit Kompetenzniveau der Regierung zu tun?

Irgendwas beißt sich bei dieser Einleitung. Gewiss, Minister werden beinah immer für Ressorts ausgewählt, in denen sie sich nicht auskennen, schließlich sollen sie ja auf die Lobbyisten angewiesen sein. Die Steigerung dieser Praxis ist, wenn man gleich einen Lobbyisten auf einen Ministerposten setzt. Der Fall Jens Spahn ist geradezu ein Lehrstück für die Verkommenheit der repräsentativen Demokratie und die Dreistigkeit, wie Interessengruppen den Staat geentert haben. Doch eine Diktatur würde das Problem nicht lösen, denn alle bekannten Diktaturen wurden erst recht von Oligarchen und ihren wirtschaftlichen Interessen gelenkt. Siehe Hitler und Mussolini, beide Instrumente der Hochfinanz Englands und Amerikas.

Aber bleiben wir bei Spahns Agenda, die er offenbar im Auftrag der Medizinmafia abzuarbeiten hat.
Da waren Anfang des Jahres seine Bemühungen die Organmetzgerei mit der Widerspruchslösung in ganz neue Verdienstsphären zu heben. Das wäre der Dammbruch gewesen und hätte die Enteignung unserer Körper und ihrer Freigabe zum Ausschlachten bedeutet. Das wurde gerade noch einmal verhindert, durch die besonneneren Köpfe im Parlament, Respekt, ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt.

Dann die Impflicht für Masern, die ohne Not in Elternrechte eingreift und Kinder und Betreuende bei Zuwiderhandlung aus dem öffentlichen Leben ausschließt. Und das alles, obwohl es wegen der extrem niedrigen Sterbeziffern überhaupt keine Notwendigkeit gab irgendwas zu regeln. Es war ein offensichtliches Geschenk an die Pharmazie und Medizingewerbe.

Schließlich die Corona-Narretei, gegen die, was nicht recht in mein Bild passt, Spahn anfangs eher zögerlich wirkte. Vermutlich aber nur, weil die Merkel-Regierung die Katastrophenvorsorge extrem vernachlässigt hatte und sich jahrelang nur dem neoliberalen Auftrag der Privatisierung und dem Schließen von öffentlichen Krankenhäusern gewidmet hatte. Umso heftiger hat man dann aber verzögert reagiert, heute weiß man, erst zu einer Zeit als die Coronawelle am Abklingen war. Trotzdem hat man das Grundgesetz ausgehebelt, das Parlament abgeschafft, den Ausnahmezustand ausgerufen, den Gesundheitsminister quasi zum Herrn des Landes gemacht. Man hat Krankenhäuser für normale Patienten gesperrt, alles mit der Erwartung auf Coronakranke, die nicht kamen, was riesige Leerstände; Kurzarbeit und verschobene lebenswichtige Operationen erzeugte, damit zu daraus resultierenden Todeszahlen, die die Coronatoten weit übersteigen. (über deren Zahl man praktisch nichts weiß, weil man keine Autopsien gemacht hat).

Da es bei dem ganzen Corona-Fiasko aber zuviel Aufklärung auf Grund medizinischer Bildung gab, lautet nun wohl Spahns neuer Auftrag, die Quelle dieser Renitenz zum Versiegen zu bringen: die Naturheilkunde, deren Weisheit und Wirksamkeit sogar immer mehr Schulmediziner vom rechten Weg der Medizin- und Pharmamafia abbringen. (Der nimmersatte Gott der Pillen und Operationen duldet keine fremden Götter neben sich…)
Spahn hat den Heilpraktikern und damit der Naturheilkunde den Kampf angesagt, deren Heilerfolge der Schulmedizin schon lange ein Dorn im Auge sind. Spahn wandelt damit auf den Spuren Hitlers, der die Naturheiler mit einer obligatorischen Amtsarztprüfung beinah ausgerottet hatte.

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