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  • Josef W.

984 Beiträge seit 21.01.2004

Fachkompetenz notwendig - nicht hinreichend

Der Autor fragt NICHT, was Fachkompetenz überhaupt ist.
Obwohl aktuell z.B. diskutiert wird, ob ein Virologe oder ein Epidemiologe besser Ratschläge erteilen sollte. Obwohl auch ein Banklehrling, besonders so einer, von exponentiellem Wachstum eine Ahnung haben sollte. Obwohl Führungsstärke, Teamgeist usw. ebenfalls Fachkompetenz ist.

Also: schlampig schon allein der Ansatz des Artikels.

Darüber hinaus ist keineswegs auch nur ansatzweise belegt oder gar bewiesen, dass mangelnde Fachkompetenz die jeweiligen Probleme verursachte.

Und zu guter Letzt: es liegt doch die Frage auf der Hand, WARUM denn dann die ach so fach-unkompetenten Merkelianten berufen wurden. WAS also qualifizierte sie wenn nicht das Fach? DAS ist doch wohl der Punkt, an dem Recherche beginnen müsste.
Ich halte Spahn für eine glänzende Besetzung seines Postens. Schwul, mit der Finanzwelt verbandelt, kommunikativ, Merkel-treu usw. - der wusste genau, was er tat, und ist deshalb einer der ersten, die in absehbarer Zeit vor Gericht gehören. (Nicht, dass mich einer für einen Sympathisanten dieses Herrn halten...)

Und ein ums andere Mal: die Fachkompetenz liegt in den Ministerien und ihren Behörden. Nur werden diese nicht genügend genutzt und medial angezapft. Stattdessen zählen externe Berater (müsste verbotren werden), Lobbyisten, und mediale Vorturner wie der Tierarzt. Das RKI selber lieferte hervorragende Daten, so wie ja auch im BMI der Herr Kohn eine saubere Studie produzierte.

Kompetenz ist da, auch an Ort und Stelle. Macht und Medien sind das Thema.

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