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664 Beiträge seit 05.09.2008

Marktkrise und Staatskrise

Das klingt alles sehr vernünftig, sicher.

Aber eine Frage, die bisher noch nicht zufriedenstellend beantwortet
wurde, ist die, ob die seit den 70ern vorgängige Deregulierungs- und
Privatisierungswelle bloß Verschwörung der gierigen Kapitalagenten
war oder bzw. inwiefern objektive Prozeße dahinter stecken. In meiner
Vorstellung muß das Kapital ständig neue Märkte erschließen oder
vorhandene Märkte vergrößern, denn sonst fällt die Profitrate oder
Kapital liegt brach, m.a.W. betätigt sich gar nicht als Kapital und
verfällt. Das geht nicht so einfach, wie sich das manche Leute
vorstellen, mit dem Wachstum. Das ist ein Strukturmoment und nicht zu
umgehen.

Wenn sich jedenfalls in der jetzigen Krise bereits abzeichnet, daß
aus einer Bankenkrise nun eine Krise der Staatsfinanzen wird, dann
liegt es nahe anzunehmen, daß eine Re-Kommunalisierung etwaige
Probleme auch nur wieder vom privaten auf den öffentlichen Sektor
verlagert. Und wenn es nun dadurch erst recht zur Akkumulationskrise
kommt? Auwei. Das sind schwierige Fragen...
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