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  • venice12

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Dazu aus der heutigen Presseschau im DLF

"Paris stellt sich offen gegen die von Berlin unterstützte Putin-Schröder-Gaspipeline, und erst ein mit heißer Nadel gestrickter Formelkompro-miss verhindert im letzten Moment, dass sich Europas führende
Nationen vor aller Augen entzweien. Immer mächtiger wird die spalterische Kraft der Ostseeröhre, mit der sich Deutschland energiepolitisch immer mehr Russland ausliefert“, schreibt der MÜNCHNER MERKUR."

"Das sieht die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ähnlich: „Das einzig Gute an der Einigung von Brüssel ist, dass dadurch eine ernsthafte Beschädigung des deutsch-französischen Verhältnisses vermieden werden konnte. Aber das ist ein kleiner Trost angesichts des Porzellans, das die Bundesregierung in der EU schon zerschlagen hat, indem sie über Jahre stur eine den geostrategischen Interessen Russlands dienende Gasleitung verteidigt hat."

"DIE WELT analysiert: „Die Gewinner dieser Pipeline wären vor allem Deutschland und Russland, die Verlierer Polen, die Ukraine und all jene Staaten in Europa, die berechtigte Sicherheitsinteressen haben und den russischen Aggressionswillen zügeln und nicht beflügeln wollen. "

Soweit die MS-Qualitätsmedien. Da braucht es einen Neubrandenburger
Nordkurier, um das zu relativieren:

„Dass Frankreich sich zu einem solchen Manöver hat hinreißen lassen, zeigt, wie gestört die internationalen Beziehungen derzeit sind. Das muss zu denken geben. Ebenso, wie es zu denken geben muss, mit welch brachialen Methoden die US-Regierung, der Drahtzieher hinter der französischen Volte, ein Projekt zu verhindern versucht, das eindeutig nicht der Verringerung der Energiesicherheit dient, sondern deren Erhöhung. Und es dient dazu, Deutschland in einer immer unsicherer werdenden Welt so unabhängig wie möglich zu machen“

https://www.deutschlandfunk.de/aktuelle-presseschau.2859.de.html

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