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  • Thorsten

mehr als 1000 Beiträge seit 17.04.2007

Wortwahl


Ich arbeite selber im IT-Bereich des Vertriebs eines
LifeSciences-Unternehmens. Derartige Anfeuerungsparolen sind mir
völlig fremd und erzeugen völlig zu Recht Empörung. 

In Worten spiegeln sich Absichten, sonst würden sie keinen Sinn
machen. Auch wenn der COO wohl nicht ernstlich jemanden umbringen will,
predigt er eine Rücksichtslosigkeit, die nicht auf den Vertrieb
beschränkt bleiben kann, wie von jemand hier angemerkt. Aggressive
Strategien beeinflussen über die Zeit über
Rückkoppelungseffekte Dinge wie Unternehmensphilosophie,
Unternehmenskultur etc., und damit jeden einzelnen im Wirkungsbereich
des Unternehmens. Diese  Beeinflussung der Unternehmenskultur ist hier
offensichtlich beabsichtigt und wird forciert, wie die Addressaten
dieser Aussagen zeigen. Und die Richtung dieser Beinflussung führt
in eine Art gnadenlosen Verdrängungskapitalismus früherer
Zeiten (Kill your enemy), verbrämt mit moderner Corporate Romantik
(Be the brand). 

Abgesehen davon finde ich es ziemlich peinlich, wenn Manager glauben,
daß sie einigermaßen qualifizierte Mitarbeiter mit
dümmlichen Phrasen besser motivieren können. Aber irgendwoher
muß Scott Adams (Dilbert) ja wohl seine Ideen nehmen.



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