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  • TomGard (1)

878 Beiträge seit 11.03.2020

Die einzige Information

die aus dem Zeugs zu ziehen ist: Atlantic Council, MI6, und möglicherweise die britische Regierung, drohen den Ländern Kontinentaleuropas erneut und jetzt erst recht mit "russischem" Novichok.

Warum die Regierung Johnson nur "möglicherweise"?
Ich hatte während der Navalny-Affäre die arg überdeutliche "britische Spur" verworfen, weil die britische Regierung mit dem Bruch des Brexit-Vertrages via "Internal Market Bill" (IMB) parallel zur Navalny-Affäre hohe Risiken in Kauf genommen hat.
https://www.justsecurity.org/72995/crossing-the-rubicon-brexit-international-law-and-the-internal-market-bill/
Das Gesetz, sollte das Oberhaus es verabschieden, füttert erneut die schottische Sezessionsbewegung und weckt im US-Congress erwartbaren Widerstand gegen einen gegen die EU gerichteten Handelsvertrag mit dem UK.
https://ukandeu.ac.uk/uk-us-trade-deal-could-be-blocked-by-biden-presidency-and-congress/
Aktuell besonders riskant am IMB erscheint mir persönlich - ich habe dazu nichts gelesen - daß es auch die bereits in Kraft befindlichen und vorgesehenen britischen Verträge mit den EFTA-Ländern Island, Norwegen und der Schweiz zerreißt. Gemäß den EFTA-Verträgen mit der EU müßten auch diese Länder nach einem "harten" Brexit ohne gültigen Brexit-Grundlagenvertrag ihren Verkehr mit dem UK auf WTO-Regeln zurück setzen.
https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/854219/WAB_Fact_Sheet_-_EEA_EFTA.pdf

So erschien es mir absurd, daß die Regierung Johnson derartige Risiken mit legalistischen Erpressungsmanövern eingeht, wenn sie entschlossen wäre, den Kontinentaleuropäern die Gewährung eines Vorzugsstatus ggf. militärisch abzunötigen. Außerdem hatte die Regierung Johnson maßgeblich Verantwortliche für die Skripal-Affäre gefeuert, darunter den MI6-Direktor.
Doch andererseits erscheint kaum etwas im britischen Politikgeschehen mehr rationell und der "Nachschlag" der Skripal-Affäre in Amesbury trägt sehr klar die Signatur eines innenpolitischen Angriffs des MI6 und der Verantwortlichen in Porton Down. Lupenreine militärische Erpressungen sehen obendrein einem B.J. nicht eben ähnlich - dazu ist der Mann zu eingebildet - anders, als dem reinblütigen Opportunismus seiner Vorgängerin.
What the heck - man wird sehen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.10.2020 08:19).

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