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Wenn man den Brief ernst nimmt

Gotan schrieb am 11. Januar 2016 03:45

> ... und statt Bibel oder Koran wäre es mir lieber hätten die sich auf
> das Grundgesetz bezogen.

Wenn man den Brief ernst nimmt - und ich sehe bisher keinen Anlass
das nicht zu tun - dann sind die Verfasser nicht für die Ereignisse
in Köln verantwortlich, sorgen sich aber um pauschale Verurteilung
von Muslims. Daher wohl der religiöse Bezug.

> zeigt auch da, dass die kulturellen Unterschiede groß sind.

Das ist so. Und das zu verleugnen ist naiv. Ich dachte mal ich wäre
"multikulti" (aber in dem Sinne fremde Kulturen zu respektieren,
nicht alles durcheinander zu rühren) und in der Praxis bin ich das
auch. Aber viele in Deutschland sind offenbar sehr naiv, vermutlich
mangels Erfahrung.

> Auch
> zählen Taten nunmal mehr als Worte, und die Taten zeigen deutlich,
> was ein großer Teil unserer neuen "Fachkräfte" über Frauen denkt, und
> welche besonderen Qualifikationen viele dieser "Fachkräfte" haben.

Ja. Aber das ist wieder das Problem von Merkel, nicht das der
Flüchtlibge die diesen Brief verfasst haben.

>  hier geht es nicht um Bedauern oder Mitgefühl für
> die Opfer, es geht um die Sorge der Einwanderer, wie sich die
> Konsequenzen nun auf sie auswirken werden.

Ja klar, das kann man doch verstehen. Wie gesagt, die Briefschreiber
kann man doch nicht für die Ereignisse in Köln verantwortlich machen,
das sind die Täter und der Staat ist verantwortlich so etwas zu
verfolgen und zu verhindern. Was ich übel finde ist, dass sich die
Diskussion so schnell polarisiert, entweder man ist für
"Willkommenskultur" im Sinne von Merkel oder man ist Nazi. Dazwischen
scheint kein Platz mehr für Vernuft zu sein.


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