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  • heiseletzter

mehr als 1000 Beiträge seit 28.11.2003

polemisch, aufbauschend, wenig neues...Böckelmann = Wichtigmacher

Hallo aufwachen, Herr Böckelmann!

Ich habe ganz was unglaublich neues,
eine journalistische Sensation entdeckt:

Wissen sie was, ich habe herausgefunden, dass die
SIEMENS-Stifung, die Firma SIEMENS immer nur im
positiven Licht darstellt und nicht bekämpft!!!!

WAU, unglaublich nicht! So einen Skandal sollte man
gleich mal in ein Buch packen, an dem man ordentlich
verdienen kann. Fragen sie mal beim Bertelsmann-Verlag ;-)


Was für ein Naivling ist dieser Böckelmann eigentlich?
Und wie doof muß man eigentlich sein, um zu glauben,
dass eine Stiftung mit dem Namen BERTELSMANN-Stiftung,
nicht auch Lobby-Arbeit für ihren Brötchengeber, der
Firma BERTELSMANN macht?

Das liegt nicht nur auf der Hand und ist völlig normal,
es ist vielmehr sogar legitim!
Welche Stiftung, welcher Kreis, welcher Verband würde
wohl GEGEN seinen Geldgeber arbeiten??
So einen dämliche Forderung können sie nicht ernsthaft stellen?


Darüberhinaus handelt es sicher wirklich um Übertreibung
und Verschwörungstheorie, die man höchstens unter dem Motto
wehret den Anfängen noch ertragen kann.

Mit solch (im Verlgleich zu anderen) offensichtlicher und
wenig bedrohlicher Lobbyarbeit kann man in jeder Demokratie
der Welt gut leben.
Wenn sie mal ihre Scheuklappen aufmachen und nach Süden schauen,
werden sie in Italien eine wirkliche Verschwörung zwischen Politik
und Medien vorfinden. Da ist das von ihnen beschriebene der reinste
Kindergarten.

Und es ist allemal besser für eine Demokratie, wenn man einen klar
definierten Lobbyisten hat, der sich auch garnicht versteckt und
offen damit umgeht.

Viel schlimmer für eine Demokratie sind doch die tausendfach
vorhandenen "verdeckten" Lobbyarbeiter. Da gibt es eine Politikerin
(von der CDU oder CSU) die hat eine "Nebenbeschäftigung" in einer
Stiftung, welche angibt "für die Forschung" gemeinnützig zu arbeiten.
In Wirklichkeit stecken dann hinter den Geldgeber Pharmakonzerne
und die Stiftung macht Lobbyarbeit für ihre Arzneimittel.
Zufälligerweise arbeitet dann diese Frau auch im Gesundheitsausschuß
ihrer Partei mit...
Davon bekommt die Öffentlichkeit viel weniger mit, als von der
öffentlichen Bühne der Bertelsmann-Stifung.

Dass sie komischerweise für ihre Buch all diese Informationen
offenbar problemlos erhalten konnten, beweißt ja wohl, dass es
eben kein Geheimbund der dunklen Hintermänner ist, wie sie das 
behaupten
(aus populistischen Gründen, zum guten Verkauf eines
Buches, muß man eben übertreiben und etwas Panik machen.
Sie weden also genau die selben Methoden an, die sie anprangern) 
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