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mehr als 1000 Beiträge seit 28.04.2001

rechtswidriges Angebot vs. rechtswidrig hergestellte Vorlage

: sofern der Download nicht von einer offensichtlich rechtswidrig
hergestellten Vorlage erfolgt. Dies ist dann der Fall, wenn sich die
Rechtswidrigkeit aus dem Kontext heraus geradezu aufdrängt und für
einen verständigen Nutzer offensichtlich ist. 

Dies ist zuallerst mal nur dann der Fall, wenn die Vorlage wirklich
rechtswidrig hergestellt wurde. DIESES dann muß offensichtlich sein.

: Heranzuziehen sind Umstände, die dem Vervielfältiger bekannt sind
und Umstände vor denen er treuwidrig die Augen verschließt. Dabei
stellt der Ort des Bezugs ein starkes Indiz dar. Wird ein Download
von einer Webpage vorgenommen, die unter Verstoß gegen Urheberrechte
arbeitet, kann sich der Nutzer auf § 53 UrhG nicht mehr berufen. Dies
ist etwa dann der Fall, wenn der Download kostenlos ist oder deutlich
unter dem Marktpreis angeboten wird, ohne das eine private Beziehung
besteht ...

Kostenlose oder sehr günstige "Angebote" können eine Indiz sein, daß
das ANGEBOT rechtwidrig ist. Aber darauf kommt es gerade NICHT an!
Entscheidend ist, ob die Vorlage ihrerseits rechtswidrig hergestellt
wurde! (Und dieses dann wiederum entsprechend offensichtlich.)

BTW, was ist eine "Webpage [...], die unter Verstoß gegen
Urheberrechte arbeitet"? Bzw. stellt sich hier nicht genau dieselbe
Problemstellung "ist das nun (offensichtlich) rechtswidrig?"

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