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  • manhu

579 Beiträge seit 14.01.2013

Arbeitslosigkeit hier für Sklavenarbeit dort

Das Spiel ist einfach und durchschaubar:
Hier wird gnadenlos rationalisiert und technologisiert, so dass
letztlich für die Beschäftigten keine Arbeit mehr verbleibt. Das
Anforderungsprofil vieler Arbeit ist für Menschen im unterem
Qualifikationsdurchschnitt oft zu hoch, so dass sich in diesem
Bereich extrem niedrige Löhne und Arbeitslosigkeit verstärken.

Anderseits wird aber das alles dadurch finanziert und am Laufen
gehalten, indem wir für unseren "Wohlstand" zu erbärmlichen
Bedingungen, mit viel Umweltzerstörung und -verschmutzung, auch ohne
jegliche soziale Absicherung oft, die eigentliche Arbeit in
Billigländern erbringen lassen. Unsere Kleidung, unsere Computer und
Konsumelektronik, viele Lebensmittel, viele Maschinenteile werden
dort billig produziert. 

Die Steuerlast tragen die noch verbleibenden Beschäftigten und
Mittelständler, Klein- Mittelunternehmen, da die Großunternehmen sich
längst am Steuerzahlen vorbeilavriert haben. 

Würde man in diese "Hochtechnologie" die echten Kosten einpreisen,
die das alles verursacht, würde man vielfach schnell wieder zur
Bedienung übergehen und diese ganzen Bestellautomaten längst wieder
ausrangieren. 

Ursache all dieser Probleme ist zum einen, dass die Steuern von den
Großunternehmen völlig umgangen werden.
Zum anderen ist die Finanzierung der Sozialsystem und die
Steuererhebung für die heute so globalisierte Welt nicht angepasst
worden. Statt immer nur Löhne und "Gewinne" zu besteuern, müsste man
die Umsätze und Transferaktionen besteuern. Die Sozialkosten müssten
in Abhängigkeit des Umsatzerslöses bezahlt werden, nicht als
Aufschlag auf die Löhne. Die Gewinne müssten als Mindestsumme aus den
Umsätzen sich ergeben, so dass diese Steuervermeidung verhindert
wird.

Jedoch ist von alle dem in der Politik nichts zu hören und die
Ungleichgewichte laufen weiter auseinander.

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