Avatar von alionSonny

mehr als 1000 Beiträge seit 09.08.2002

Also für mich (zumindest begrenzt) logisch

Intellektuelle treten (wie an bestimmten im Artikel erwähnten
Personen ersichtlich) eher für eine bestimmte Seite im Irak ein, und
haben mit ihren Aussagen mehr Gewicht als Ali der Obsthändler aus
Bagdad. Deshalb sind sie für die jeweils andere Seite eben auch eine
grössere Gefahr als eben Ali.

Beispiel:

Ibrahim X. möchte dass die Amis noch ne Zeit bleiben, und findet
damit latürnich nicht gerade Beifall bei den Widerständlern. Dann
geht er auch noch zu Al Djasira und gibt das dort zum Besten.
Schwupps gehen ein paar Widerständler her und blasen ihn mit ner
Bombe weg.

Mahmud Y. möchte dass die Iraker möglichst schnell eigenständig den
Irak kontrollieren und hat keinen Bock auf Ami-Besatzung. Also geht
er an irgendeine öffentliche Stelle, meinetwegen auch Al Djasira und
sagt es dort. Dann ziehen sich ein paar Amis Irakerklamotten an,
kleben sich vielleicht noch Bärte ins Gesicht und machen sein Auto
durch gezieltes Durchsieben ein bischen "windschlüpfriger".

Die Rollen und Aktionsweisem kann man nun beliebig durchtauschen.

Fakt ist, dass Gelehrte also Intellektuelle in arabischen Ländern
noch ein viel grösseres Ansehen geniessen als in Europa oder den VSA
und entsprechend ernster genommen werden. Ein Intellektueller weniger
mit einer bestimmten missliebigen Meinung ist insofern eine echte
Meinungskorrektur, weil sich auch andere Intellektuelle unter
Umständen dadurch davor hüten das Maul aufzumachen.

So wird ein Schuh draus
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