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  • Tante Frieda

mehr als 1000 Beiträge seit 10.10.2001

Die Unfähigkeit zur Empathie und unerfüllte Erwartungshaltungen

Der Autor beschreibt in beeindruckender Weise anhand seiner eigenen Unfähigkeit zur Empathie ein wirkliches Problem hier in D.
Auch ich habe schon unendlich oft die Ignoranz und Gefühlskälte in diesem Lande "in dem wir alle gut und gerne leben wollen" erlebt und insbesondere auch die drastischen Unterschiede zu anderen Ländern.
Aber was für eine selbstgerechte Anmassung legt denn der Autor hier an den Tag, wenn er beispielsweise für sich selbst die absolute Aussnahmerregelung einfordert weil er sich durch einen Sturm in seinem wunsch nach baldiger Heimkehr beeinträchtigt sieht?
Er fordert also in einer Bibliothek(!) die anerkennung seiner doch so aussergewöhnlichen Notlage,nämlich dass er den Tag in Bonn verbringen muss obwohl,er das eigentlich gar nicht will! Potzteufel! Der arme Hund muss in Bonn(!) verweilen und dort sogar ein Hotel buchen.
Wenn er schon zu blöd war die Gepäckaufbewahrung am Bahnhof zu nutzen, warum geht er dann nicht in das Hotel in dem er zu nächtigen plant und bittet dort darum seinen Koffer abstellen zu dürfen?
Nicht nur dass er selbst unfähig ist diesen Widerspruch zu erkennen, nein er prangert obendrein noch seine (deutschen) Mitmenschen an, die sich genauso egoistisch und selbstgerecht ignorant verhalten wie er selbst. Die Bahn hat dabei sogar auffallend flexibel und konstruktiv reagiert wie dem Artikel zu entnehmen ist, indem sie am Bahnsteig Taxifahrten organisiert hat, zu denen das ignorante, selbstsüchtige Volk zu dem sich auch der Autor zählen darf, zu blöde war. Von wegen der Erwartung der Zuständigkeit und Verantwortung der Obrigkeit (hier: Bahn) versus der Fähigkeit zu Empathie und Selbstorganisation.
Tante Frieda

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