Avatar von LaVey
  • LaVey

424 Beiträge seit 29.02.2008

Soziale Katastrophe Deutschland

Ich hatte mal 2 Unfälle mit Autos. 1x in Deutschland und 1x in Österreich. In Deutschland auf einer gut befahrenen Landstraße (an dem Punkt sogar 3-spurig insgesamt) in Österreich auf einer eher als Nebenroute betrachteten Landstraße mit kaum Verkehr. In Deutschland stand ich 1,5h am Straßenrand bis eine zufällige(!) Polizeistreife kam und nicht die angeforderten Kollegen. Im Schnitt fuhren auf meinen Fahrspuren sicherlich 10 - 20 Fahrzeuge pro Minute an mir vorbei.

Es kam ein Familienvater vorbei der mir sagte er hat mich von der anderen Fahrspur hier stehen gesehen und dachte sich er frägt mal nach ob alles OK ist!

Glücklicherweise war bei mir und auch dem 40-to LKW der den Unfall verursacht hat, den Umständen entsprechend alles gut (überdehnte Nackenmuskeln basically...).

In Österreich stand ich vermutlich zwischen 30 - 60 Minuten nach ebenfalls einem Unfall aber eben auf einer eher wenig / nur von Einheimischen befahrenen Landstraße. Ein Vergleich Äpfel mit Äpfeln ist also gegeben (mit rein statistischem Vorteil für Deutschland weil wesentlich mehr Verkehr). Falls hier 1 Auto / Minute vorbei kam auf beiden Fahrspuren, wäre das schon viel.

Es ist niemand in Fahrtrichtung an mir vorbei gefahren ohne mindestens zu fragen ob alles gut ist und ich Hilfe brauche. Als die Polizei schon da war hielt eine Krankenschwester die privat unterwegs war um zu Fragen ob man helfen kann.

Das ist die soziale Katastrophe von der auch der Autor geschrieben hat und für mich als hier geborenen Ausländer immer noch der Grund warum ich mich niemals freiwillig als Deutsch bezeichnen würde.

Bin gestern Abend an einem im Graben stehenden Auto vorbei gekommen, habe angehalten und meinen Beifahrer gebeten zu schauen ob jemand drin ist. Hat uns keine 2 Minuten gekostet. War niemand drin, alles gut. Einen Kilometer weiter steht ein Fiat mitten im verschneiten Feld, von unserer Straße aus nicht mal spuren wie er / sie da hin gekommen ist, geschweige denn durch "ungeplante Ereignisse" (die man hätte sehen müssen) da hin gekommen. Haben wir nicht angehalten, auf dem Rückweg war der Fiat auch weg. Man muss ja nicht wegen allem und jedem anhalten, wette aber gerne darauf dass gestern keine 10 Leute an dem ersten Auto im Graben gehalten oder wenigstens langsamer gemacht haben.

Deutsche die hier Optimismus im Forum von wegen "ach was, wenn's WIRKLICH drauf ankommt, helfen wir uns schon ..." verbreiten wollen: Lasst es euch von mir als Aussenstehendem gesagt sein - werdet ihr nicht, bei euch fehlt was ... is nicht böse gemeint! :-O

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.01.2018 16:53).

Bewerten
- +
Anzeige