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  • Anestis

863 Beiträge seit 04.09.2002

@Herrn Bunke: Danke für diesen sehr informationsreichen Artikel!

Ich verfolge die Kanditatur Corbyn's mit großem Interesse
(hauptsächlich den "Guardian" lesend). Die deutschen
Mainstream-Medien berichten - wenn überhaupt und wie zu erwarten -
auffallend flach zu diesem Thema: 

Corbyn sähe aus wie ein "Sozialkundelehrer" oder wie ein
"melancholischer Erdkundelehrer", er sei ein "weißbärtiger
Heilsbringer" (alles Spiegel online). Auch der Guardian meinte
vorführen zu müssen - u.a. mit Hilfe eines Interviews zweier
Passanten, die nicht rechtzeitig fliehen konnten -, dass die
Labour-Wähler die Austeritätspolitik befürworten. 

Dass ein Sozialdemokrat (hier: der Labour-Partei) für die Themen
eintritt, die die Sozialdemokratie einmal ausgemacht hat, wird jetzt
bestenfalls als linksradikal, schlechtestenfalls als
linkspopulistisch bezeichnet. Das soll wohl der Abschreckung dienen,
denn die Bürger der sog. "Mitte" sind die, die die Sozialdemokraten
neuerdings ansprechen wollen. Dazu kann man sich die
"Perspektivendebatte" der SPD: 

https://www.spd.de/partei/perspektivdebatte

und deren Kommentierung auf den Nachdenkseiten: 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27470 

reinziehen.

Nochmals Danke, Herr Bunke :)

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