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10 Jahre alte Verschwörungstheorie... puh...

Habe gerade einen 10 Jahre alten Artikel auf Spiegel Online gefunden.
Puh, das ist wirlich starker Tobak... Es wurde damals als
Verschwörungstheorie abgetan. Doch lest selbst...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/terrorismus-al-qaidas-agenda-20
20-a-369328.html

Veröffentlicht am Freitag, 12.08.2005 – 12:23 Uhr

Zitat daraus:

 Sieben Phasen bis zum Kalifat

"Ich habe eine Reihe von Qaida-Ideologen interviewt, um
herauszufinden, wie die Zukunft des offenen Krieges zwischen al-Qaida
und Washington aussehen wird", schreibt der Jordanier im Vorwort. Was
er dann auf den Seiten 202 bis 213 vorlegt, ist ein Szenario, das von
der Verblendung der Terroristen ebenso zeugt wie von ihrer brutalen
Kompromisslosigkeit. In sieben Phasen, geht daraus hervor, hofft das
Terrornetzwerk ein islamisches Kalifat zu errichten, welches zu
bekämpfen die westliche Welt dann zu schwach sein wird.

    Die erste Phase, "das Aufwachen" genannt, ist demnach bereits
abgeschlossen; sie soll von 2000 bis 2003 gedauert haben, genauer
gesagt von den Vorbereitungen der Anschläge vom 11. September 2001 in
New York und Washington bis zum Fall Bagdads 2003. Das Ziel der
Anschläge soll es gewesen sein, die USA zu Kriegen in der islamischen
Welt zu provozieren, um die Muslime "aufzuwecken". "Das Resultat der
ersten Phase war - nach Empfinden der Vordenker und Strategen der
al-Qaida - sehr gut", schreibt Hussein. "Das Schlachtfeld wurde
ausgeweitet, die Amerikaner und ihre Verbündeten wurden zu einem
einfacher zu treffenden und näherem Ziel." Dem Netzwerk sei es
außerdem gelungen, seine Botschaften "an jedem Ort" hörbar zu machen.

    Die zweite Phase, "das Augenöffnen", läuft nach Husseins
Einordnung im Moment ab; sie soll bis 2006 beendet sein. In dieser
Zeit, so hoffen es laut Hussein die Terror-Strategen, werde die
"islamische Gemeinschaft" sich der westlichen Verschwörung bewusst.
Al-Qaida wolle sich in dieser Phase von einer Organisation zu einer
Bewegung entwickeln, fasst Hussein zusammen. Das Netzwerk rechne
damit, dass sich ihm viele junge Männer in diesem Jahren anschließen.
Der Irak soll zudem zur Operationsbasis von globaler Bedeutung
ausgebaut, eine "Armee" eben dort aufgestellt und außerdem Basen in
anderen arabischen Staaten errichtet werden.

    Die dritte Phase wird mit "Das Aufstehen und
Auf-zwei-Beine-Stellen" umschrieben. Sie soll den Zeitraum von 2007
bis 2010 umfassen. "Es wird eine Konzentration auf Syrien geben",
prophezeit Hussein auf der Grundlage seiner Rückmeldungen. Die
kämpfenden Kader stünden bereit, zum Teil hielten sie sich im Irak
auf. Auch Anschläge in der Türkei und - noch brisanter - gegen Israel
würden für diese Jahre avisiert. Angriffe auf Israel, so hoffen die
Vordenker des Terrors demnach, werden aus al-Qaida eine allseits
anerkannte Organisation machen. Möglich sei außerdem eine Ausweitung
der Anschläge in den Nachbarländern des Irak, also etwa in Jordanien.

    In der vierten Phase, zwischen 2010 und 2013, wird es al-Qaida
Hussein zufolge darum gehen, den Sturz der verhassten arabischen
Regierungen zu erreichen. "Der schleichende Machtverlust der Regime
wird zu einem stetigen Zuwachs an Kraft bei al-Qaida führen" - so
lautet das Kalkül. Parallel sollen Angriffe gegen Ölförderanlagen
durchgeführt, die US-Wirtschaft durch Cyberterrorismus ins Visier
genommen werden.

    So soll es in der fünften Phase, zwischen 2013 und 2016,
gelingen, einen islamischen Staat auszurufen - und zwar ein Kalifat.
Der Einfluss des Westens in der islamischen Welt werde dann bereits
massiv zurückgegangen sein, sagen die Qaida-Ideologen voraus, auch
Israel werde derart geschwächt sein, dass Gegenwehr nicht gefürchtet
werden müsse. Der islamische Staat werde eine neue Weltordnung
hervorbringen, rechnen sich die Qaida-Planer aus.

    Die sechste Phase, beginnend 2016, sieht die "totale
Konfrontation" vor, schließt Hussein aus dem, was ihm zugetragen
wurde. Unmittelbar nach Ausrufung des Kalifats werde die "islamische
Armee" die von Osama Bin Laden oft vorhergesagte "Schlacht zwischen
Glauben und Unglauben" anzetteln.

    Schließlich soll die siebte Phase folgen, die mit "endgültiger
Sieg" beschrieben wird. Die Qaida-Strategen gehen, so Hussein, davon
aus, dass das Kalifat Bestand haben wird - weil die restliche Welt
angesichts der Kampfbereitschaft von "anderthalb Milliarden Muslimen"
klein beigeben werde. Im Jahr 2020 soll auch diese Phase
abgeschlossen sein, wobei der Krieg nicht länger als zwei Jahre
dauern soll.

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Scheiße, was?

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