Avatar von KaufmannK
  • KaufmannK

582 Beiträge seit 09.04.2013

Öl ist ein regenerativer und nachwachsender Rohstoff

Zum einen greifen immer die gleichen Marktmechanismen. Niemand
exploriert, wenn  Öl billig ist, steigt die Nachfrage wird Öl so
teurer, also wird wieder exploriert und neu gebohrt, neue und große
Reserven erschlossen, Ölpreis verfällt, niemand exploriert usw. Das
ist Marktwirtschaft und das ist gut so.

Dazu kommt der technische Fortschritt, Stichwort Fracking. Das
erschließt natürlich zusätzlich neues Potential, beim Gas ist es
schon so. Die USA, bis vor wenigen Jahren größter GasIMPORTEUR sind
heute Selbstversorger, schon jetzt exportieren sie und das wird noch
stark zunehmen, wenn mehr Flüssiggasterminals und Gastanker für den
Export fertig sind: Das alles wurde nur dank fracking möglich. Auch
beim Öl gibt es ähnliche Prozesse, Öl wird nicht alle.

Und jetzt kommts: Steinöl, wie es korrekt heißt, ist ein
nachwachsender Rohstoff. Steinöl wird immer wieder im Erdinnern neu
gebildet, letztlich durch die Rotation des Erdkerns und der
darüberliegenden Gesteinsschichten. Öl kann in menschlichen
Zeiträumen nicht versiegen. Das ist kein Märchen sondern nennt sich
abiotische Theorie zur Bildung von Erdöl. 

Die abiotische Theorie ist auch nicht unseriös, Der Erdkern ist sehr
heiß und dreht sich eben, da kommt letztlich die Energie her, mit der
sich weiter oben im Gestein Öl neu bildet. Und wer sich eine
Vorstellung der Energiemengen machen will, die unserem Erdkern
gespeichert sind, der soll sich einen Vulkanausbruch ansehen.

Die abiotische Theorie erhärtet sich immer mehr, weil es einfach gar
nicht so viel sedimentierten Dinosaurier gegeben haben kann, gar
nicht so viel verweste und komprimierte Biomasse aus alten Zeiten, um
zu erklären, warum es so viel Erdöl gibt. Warum wir immer neues Erdöl
finden und v.a.: Warum wir Erdöl dort finden, wo NIEMALS irgendwie
nennenswert Dinosaurier gelebt haben. Erdöl muß also woanders
herkommen. Und da es nicht vom Himmel fällt, kommt es wohl aus den
geophysikalischen Prozessen der Erdkernrotation. Zumindest ist das
eine Erklärung die sich anbietet, die dahingehend seriös ist, daß sie
auch erklären kann, woher die Energiemenge kommt, mit der sich so ein
energiehaltiger Stoff wie Erdöl bildet, dieses Gemisch aus 400
verschiedenen Kohlenwasserstoffen.

Wohlbemerkt: Die abiotische Theorie verneint nicht, daß Erdöl auch
biotisch entstehen kann. Sie sagt nur: Das reicht nicht aus. Und zwar
bei Weitem nicht.

Die abiotische Theorie wird von zwei Seiten bekämpft: 

a) Den Ökos, weil sich Öl gerne endlich vorstellen um ihren
religiösen Endzeitwahn von der Knappheit und Endlichkeit propagieren
zu können. Das sind Spinner.

b) Sie wurde allerdings auch lange von der Ölindustrie selbst
kleingehalten, weil es natürlich für den Ölproduzenten eine
komfortable Marktsituation ist, wenn alle Welt glaubt, Erdöl sei
knapp: Das hält den Preis oben und hohe Preise versprechen satte
Gewinne.

Man kann sagen, daß Ökos und Ölindustrie hier eine unheilvolle
Allianz eingegangen sind, unterschiedliche Ansätze aber das gleiche
Ziel: Alle Welt soll glauben, Öl sei knapp. Es verspricht den
Ökoreligiösen Zulauf und den Ölproduzenten satte Gewinne.

Nun läßt sich aber die Wahrheit einfach nicht verbergen, denn Öl ist
nun mal kein seltener Stoff. Und v.a. wird immer wieder NEUES Öl
gefunden. Wo kommt es her? Hergezaubert hat es keiner. Also Erklärung
bitte. Und sedimentierter Dino reicht nicht als Erklärung, soviel
Dino gab es nie.

Man sollte vielleicht zu anderen Bildern in der Beschreibung der
Ölförderung kommen. Ölförderung ist eine Art der Landwirtschaft, es
wird immer neues Öl in der Erdkruste gebildet und der Ölförderer
ERNTET es. Feldfrüchte, Ölfeldfrüchte. Nur daß es keinen Ölbaum mit
Oliven gibt, sondern Friktionen von Erdschichten weiter unten,
angetrieben durch die Rotation des Kerns und sich aufgrund dieser
permanenten Friktionen eben in gewissen Schichten neues Öl bildet.
Das bohren wir halt an.

Die biotische Theorie der Erdölgenese wird fallen. Sie ist einfach
nicht länger haltbar, sie erklärt zuviele Dinge nicht. Wenn Abiotik
stimmt - und ich habe zunehmend weniger Grund das nicht zu glauben -
so gibt es Erdöl unbegrenzt, weil es sich halt ständig neu bildet.

Angesichts immer neuer und größerer Erdöl- und Erdgasfunde, kann man
sogar mit gutem Grund vermuten, daß sich nicht nur Erdöl neu bildet,
sondern daß es sich auch in riesigem Umfang neu bildet. Womit es
nicht nur ewig in menschlichen Dimensionen reicht, sondern auch für
viele Menschen, bzw. einen hohen Verbrauch.

Warum investiert denn niemand in Kunstöl, in Kohlehydrierung? Das
müßte sich doch sehr gut lohnen, trotz endothermen Prozess, wenn Öl
so selten und teuer ist? Das macht aber niemand. Weil Öl einfach
nicht selten ist, das ist der Grund.
Und komme mir niemand mit Kohlehydrierung bei SASOL in Südafrika. Das
ist ein einmaliger historischer Spezialfall, Südafrika war durch
Ölboykotte lange Zeit vom Weltmarkt für Öl abgeschnitten, mußte
substituieren. Eine reale Knappheit an Öl gab es nie, sondern eine
politische Restriktion. Andere haben nie hydriert und seitdem
Südafrika Zugang zu Weltmarktöl hat, lohnt sich auch die
Kohlehydrierung nicht mehr. Sie wird weiter betrieben, aus
innenpolitischen Gründen, lohnen tut sie sich nicht. Der Deutsche
zahlt halt Kohlepfennig für Subventionskohle, der Südafrikaner zahlt
SASOLpfennig an der Zapfsäule für teuer Kunstöl. Armer Deutscher,
Armer Südafrikaner. Ausgeräubert vom Staat. 

Öl ist billig. Weil nicht selten. Nicht selten weil abiotisch.

KaufmannK

Bewerten
- +
Anzeige