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Re: Ich denke: Die Angst hat einige Bundesbürger

geranios schrieb am 22. Dezember 2014 23:20

> und zwar im Würgegriff der Denkblockade. Egal wie wortreich und
> gedrechselt das artikuliert wird: Fremdenfeindlichkeit bleibt
> Fremdenfeindlichkeit. 

Das mag stimmen. Aber ich wiederhole es nochmal - nicht jeder ist so
aufgeklärt. Leider nimmt ein Großteil der Bevölkerung seine Bildung
aus der BILD.

> > 1.) Kommen Menschen in unser Land die weder Wohnsitz noch  Job haben.
> > Es ist auch nicht in Aussicht, das sie das Land jemals wieder
> > verlassen. Das Volk muss dafür aufkommen und zahlen für eine Sache
> > die nicht in Ihrer Macht liegt.
> Das trifft genau so auch auf DEUTSCHE Obdachlose und Hilfsbedürftige
> zu
> > Schlimmer noch sind es Flüchtlinge
> > die einen Krieg führen der sogar uns in unserem Land bedroht in Form
> > von Terror

> Das sind Kriege, die auch wir führen oder in die wir verwickelt sind.
> Flüchtlinge sind übrigens seltenst Akteure im Krieg, sondern fast
> immer Opfer

Nun das ist so nicht ganz richtig. Diese Kriege führen wir nicht und
wir sind daran auch nicht beteiligt. Selbst wenn Deutsche Truppen
stationiert sind nehmen wir nicht an Kriegshandlungen teil.
Das Problem sie, das Flüchtlinge meist Menschen sind die zu akteuren
werden sollten, wenn es nach deren Regierung gehen würde. Ich kann
gut verstehen das Sie Ihr Land verlassen.

> > 2.) Sind Menschen auch in ländlichen Umgebungen da, die nicht mal
> > arbeiten drüfen wenn sie wollten. Sie belagern Supermarkt-Parkplätze
> > und Eingangshallen und schüchtern damit Menschen ein. Selbst erlebt
> > das eine ältere Dame nur in den Laden gegangen ist als sie sich an
> > mich ranhängen konnte. (und die Frau war sicher auf keiner Demo)

> Achso. Wenn da ein DEUTSCHER Punk rumhängt und aggressiv bettelt, hat
> die Oma kein Problem? Das Arbeitsverbot für Asylanten haben sich
> übrigens in erster Linie xenophobe Politiker ausgedacht. Die ersten
> Einwanderer der BRD *mussten* arbeiten.

An den hat sie sich schon gewöhnt wie mir scheint. ich kann Dir hier
nur aus eigener Erfahrung berichten. Die gute Frau war mehr als
Glücklich das sie sich mit mir reindrücken konnte die war
aufdringlicher als ein Schatten.
Was die ersten Einwanderer mussten oder nicht tut nichts zur Sache.
Beim Volk steht der momentane Stand der Dinge und nicht was irgend
wann einmal gewesen sein mag.
Das ist die Vermessenheit mit der dem Volk begegnet wird. Aber wehe
das Volk sagt: Früher war alles so und so dann heißt es nur: Geh mit
der Zeit!

> > 3.)Die Wünsche des Volkes werden abgetan. Wie schnell ist man Nazi,
> > Antisemit, Frauenfeindlich oder was weiß ich. Der Wähler trägt Sorge
> > wie er da finanzieren soll und wird ignoriert und im besten Fall noch
> > als Rechtsradikaler irgendwas beschimpft, dabei fürchtet er nur um
> > die Zukunft.

> Ja, dann sollte man sich nicht Fremde zum Problem machen, während man
> von DEUTSCHEN ausgenutzt und ausgebeutet wird.

Tja leide rist es am einfachsten sich einen Fremden zu suchen der
hier quasi nichts verloren haben mag. Und glaub mir ginge es mehr
nach Volkes Wille würden die schon auch den ein oder anderen
Sozialschmarotzer auf die Straße zum arbeiten jagen, egal welcher
Herkunft.

> > 4.) Vermischung der Kulturen schürt Sorge. "Darf man noch Weihnachten
> > feiern" ist eine gute Frage wenn man aus der Presse hört das die
> > Politik fordert, in der Christmesse ein muslimisches Lied zu singen.
> > Seid mir nicht böse aber das ist trotz aller Toleranz daneben.

> Niemand in der Politik hat irgendwas zu fordern. Das ist bestenfalls
> ein Appell. Ich als Agnostiker wäre auch sehr verärgert, wenn man das
> absingen christlicher Lieder fordert.

Ob Forderung oder ein Appell. Im Grunde ist das schon ein Problem in
sich laut über sowas nachzudenken. Der genneigte religiöse Mensch
(egal welcher Auffassung) sieht hierrin einen Eingriff in seine
Tradition.

> > 5.) Junge Menschen aus den Ländern flüchten und Soldaten anderer
> > Länder fahren dort hin und tragen deren Krieg aus. Schwierig sowas zu
> > verstehen oder gar verstehen zu wollen für den Normalbürger.

> Überhaupt nicht schwierig. Söldner und ihre Kriegsopfer gibt es schon
> länger als die Kreuzzüge. Ein bisschen Geschichtsbewusstsein hilft.

Nochmal, es interessiert die Leute auf der Straße nicht, was von
hunderten von Jahren war. Viele von denen haben nicht mal mehr einen
Krieg am eigenen Leib erlebt. Diese Menschen wollen auch keinen
erleben und sind deswegen ängstlich.

> > Sind wir mal ehrlich: Sie haben Asyl und kommen mit heiler Haut
> > aus der Scheiße raus, die in Ihrem Land abgeht. Ich weiß nicht wie
> > sehr man sich da beklagen muß über die Zustände und das nicht jeder
> > eine 60qm Loft in Berlin Kreuzberg hat.

> Natürlich haben Asylanten genau das gleiche Recht wie jeder andere
> Mensch in der Welt, sich zu beschweren, wenn sie sich schlecht
> behandelt fühlen. 

sicher haben Sie das Recht aber wieder: Versetz Dich mal in die Köpfe
derer, die auf der Straße stehen und demonstrieren. In deren Augen
retten wir deren Leben und ernten Undank.
Und wenn wir ehrlich sind, das geht manchmal sogar mir so. Wir sind
nich drauf eingerichtet tausende Menschen auf einmal zu versorgen,
das kann Deutschland strukturell nicht (mehr) leisten.

> > wo die Leute
> > plötzlich Angst bekommen wenn in der Nachbarschaft 50 junge Kerle
> > wohnen die man nicht zuordnen kann - die beschauliche
> > Gartensiedlungs-Idylle ist bedroht.

> Dann unternimm etwas, da mit man die 50 Jungen Kerle zuordnen kann.
> Wie wärs mit einem Willkommensfest mit typisch deutschem Essen:
> Spaghetti, Pizza, Döner?

Ich weiß ja nicht wo Du die letzten Jahre warst aber außer Döner ist
nichts wirklich typisch Deutsch. Und wenn Du das komisch findest,
dann fahr in die Türkei, die kennen nur einen Döner von Türken die
wieder zurück sind. Die Erfindung stammt aus Berlin
Lediglich das sich Fleisch am Spieß dreht kommt aus diesen Ländern.

> > Egal wie "ungebildet" oder "dumm" man
> > diese Demonstranten hinstellen will, sie sind ein Teil von Volkes
> > Willen und man sollte lernen zuzuhören statt zu verurteilen, nur weil
> > man wieder mald ie Gutmensch-Karte in den eigenen Reihen braucht.

> Ja, auch das mag stimmen. Aber ich finde, es ist auch Aufgabe der
> Politik, die wirklich schlechten Ideen aus Volkes Wille zu
> ignorieren. So mancher später Freigesprochener wäre nach Volkes Wille
> stantepede aufgeknüpft worden. Erinner dich mal an Kachelmann.

Nein nicht wirklich. Es ist Aufgabe der Politik diese Menschen ernst
zu nehmen und mal versuch sich in deren Köpfe zu denken. Es ist deren
Aufgabe zu verstehen was der Wähler möchte. Nur so erreichen die
Politiker, das sie von Volkes Seite ernst genommen werden. Die paar
Menschen die Aufgeklärt genug sind, das vielleicht zu verstehen was
abläuft, sind nicht die Masse der Wählerstimmen der Zukunft und egal
wie man es dreht und wendet. Eine AfD oder wie sie alle heißen wird
nur stärker weil sich alle so wie Du benehmen. Man verunglimpft das
Volk als Dumm, verkauft sie für blöd und rechtfertig das dann damit,
das man sie ignorieren kann.
Und nun schick ich Dich in die Geschichte zurück:
Genau das war der Grund wieso ein kleiner Österreicher mit
Oberlippenbart die Chance bekam die Welt in Krieg zu stürzen. Das
Volk wurde von der politischen Führung verarscht und reagierte mit
Radikalismus. Das kleine dumme Österreicherchen war nur die Stimme
des Volkes, auch wenn uns Geschichtsbücher mit der Verherrlichung von
kleinsten Splittergruppen was anderes weiss machen will.
Schau Dich mal in Europa um, da sind wir in Deutschland noch die
gemäßigsten von allen.
Aber nur zu - immer weiter ignorieren den dummen Pöbel statt mal mit
dem Pöbel zu sprechen. 

> so long
> blümchen

so long
the Unforgiven

Ach ja, wie Schuldig oder unschuldig Kachelmann ist hat damit nichts
zu tun. Er wurde von den Medien so in den Dreck gedrückt, das der
geneigte Bürger nichts anderes glauben konnte, wie das er ein
perverses Schwein ist. Und hier stehen wir wieder am Anfang des
Posts: Die Meisten haben Ihre Bildung aus der BILD.

P.S.: Vielleicht sollte ich erwähnen, das es nicht meine Meinung
wiederspiegelt was da steht sondern nur meine Ansicht davon, wie der
Bürger auf der Straße denkt

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