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Re: überleben auf dem Land und bei den Alten.

GrafGravenkotz schrieb am 10. Dezember 2012 09:58

> Hmm. Was sind denn die Alten? Also heutige Rentner waren Teil der
> 68er Bewegung. Eigentlich nicht zu glauben, das die auf einmal alle
> konservativ sind. Bei der demographischen Entwicklung müßte dann doch
> eigentlich der Einfluss der Konservativen eher zunehmen?

Manche Rentner waren Teil der 68er. Diese sind auch heute noch
links-liberal. Ihre Altersgenossen, die mehrheitlich unpolitisch oder
politisch konservativ waren, sind das auch heute noch. Unpolitisch
oder CDU-Wähler. Da ist kein Widerspruch.

Zudem muss man unterscheiden zwischen Wert-Konservativen, denen es
zB. wichtig ist, dass Kinder gut aufwachsen können und alle Chancen
haben, gleichgültig, ob die Eltern beides Männer sind oder nicht. Und
Struktur-Konservativen, die sich an Äusserlichkeiten aufhängen, wie
zB. dem Erhalt der Ehe als Lebensform für heterosexuelle Menschen.

> Und was die Städte angeht: Das ist wohl nicht nur in
> Industrienationen so. Siehe die aktuelle Entwicklung in Ägypten. Die
> städtische Bevölkerung ist eher sakulär und liberal, die ländlichen
> Ziegenhirten sind Befürworter der Sharia Brüder. Ähnliches ist ja
> auch im Iran zu beobachten. 

Frag mal hier einen liberalen Türken. Der regt fast sich heftiger
über "anatolische Bauern" auf, die meinen ihr Mittelalter mit nach
Deutschland nehmen zu müssen als dies ein Neonazi tut.

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