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  • Franz Maria Arwee

890 Beiträge seit 27.03.2019

Kapitalismus ist nur eine Folge, nicht der Grund.

Wie ihr das Kind benennt, ist gleichgültig.

Auch der sogenannte FREIE Markt braucht Regeln und damit kann er nicht frei sein.
Ein typischer Denkfehler der Hayek/Friedman/...Marktschreier Fangemeinde. Hayek widerspricht sich in seiner Gerechtigkeitstheorie (Wikipedia) selbst:

'Gelenkte Wirtschaft, das ist sein Hauptargument, verhindert Kreativität und Eigeninitiative und ist damit notwendig weniger produktiv, erzeugt weniger Fortschritt und führt damit zu weniger Wohlstand, als der Markt es kann.'

Marktregeln beschreiben eine gelenkte Wirtschaft!

Was hier zu beobachten ist, ist eine Folge eines Glaubenssystems. Jedes Glaubenssytem braucht ihre Ideologie, ihre Wahrheit, ihre Ideale, ihren Maßstab, um (ver)urteilen zu können.

Wie Alfred North Whitehead so schön bemerkte, ist die westliche Philosophie nur eine Fußnote zu Platon.

Viele lehnen es ab sich mit Philosophie zu beschäftigen, obwohl ihr ganzes Weltbild, ihre ganze Weltanschauung auf eben dieser basiert. Da ist bereits seltsam genug, daß diese Kenntnis bereits auf massive Ablehnung stößt.
Hinweis: Theologie ist nur ein Ableger der Philosophie.

Die tatsächlichen Fragen, die jeder für sich beantworten kann lautet:

Was ist ein IDEAL?

Existiert ein IDEAL, wo und wann?

Hier beginnt das Scheindilemma:

Die Ökonomisierung, ist die Mathematisierung, ist die Idealisierung der Welt.

Die Voraussetzung für die vermeintliche Herrschaft über die Welt.
Der Mensch glaubt fest, sich die Welt, die Natur, Untertan machen zu können:
Am Anfang war das Wort!?

Falls ein IDEAL existiert, dann ist die Welt bereits IDEAL, keiner kann irgendetwas daran ändern!
Ihr werdet von IDEALEN, den Maßstäben der Naturgesetze bestimmt und nicht ihr bestimmt die Maßstäbe der Naturgesetze!

Wenn keine IDEALE existieren, dann stellt dies alle Philosophien auf den 'Kopf'!
Ihr habt dann keine Maßstäbe zur Verfügung, die eure Urteilskraft begründen, letztere ist nur eine Illusion.

Der Sein-Sollen-Fehlschluß erweitert
Sein: Der Mensch zeigt mit Sprache auf etwas unbestimmbares.
Sollen: Für den ideologisierten Moralisten zeigt Sprache als IDEAL, selbst etwas.

Der Verstand des Menschen wird negiert und in Sprache ausgelagert, Sprache bestimmt nun über den Menschen.
Gehorsamkeit hat hier oberste Priorität, sonst sind Herrschaftsspiele nicht möglich.
Der Mensch wird zum Ignoranten, sonst kann er das Monopolyspiel der Herrschaft des IDEALs nicht spielen.
Der Mensch braucht scheinbar Anweisungen vom höheren Wesen Sprache als IDEAL:
Unterwerfung unter Sprache, Rädchen in der Maschine, Regeln befolgen, dem Rechtssystem unterwerfen, gehorsam sein. In Gehorsam steckt der Begriff Hören.

Mit gehorsamen und damit ignoranten Menschen, die ihren Verstand selbst negieren, ist es unmöglich, eine verantwortungsvolle Gemeinschaft zu bilden, denn der Mensch lehnt seine Verantworung ab und folgt der (un)verantwortlichen Herrschaft (der Sprache).

Franz Kafka - Vor dem Gesetz.

Solange ihr mit dem Hinterfragen an der Oberfläche kleben bleibt, ändert sich die Richtung nicht.

Jeder Systemglaube ist kafkaesk:

Definition aus der praktischen Philosophie
Moral=Normensystem für Verhalten von Menschen mit Anspruch auf unbedingte Gültigkeit.
https://bit.ly/2Icuuws

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (04.04.2020 13:51).

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