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  • Solid

mehr als 1000 Beiträge seit 27.07.2001

Cross-Border-Leasing: Verständnis?

Offensichtlich versteht außer einer kleinen Clique Profiteure kaum
jemand, was da eigentlich passiert beim Cross-Border-Leasing.

Daher mal ein paar Verständnisfragen, vielleicht kann die ja jemand
beantworten.

1. Ist es korrekt, wenn man die Sache verkürzt so darstellt, dass
hier in großem Stil versucht wurde, von Steuerhinterziehung in den
USA zu profitieren und davon ein bisschen was abzukriegen?
Es ist ja offenbar so, dass da in den USA Steuervergünstigungen
gewährt wurden (und jetzt nicht mehr gewährt werden), für Geschäfte,
die ihrer Natur nach klassische Steuerhinterziehung sind. Und als
Mittäter wollte man sich einen kleinen Anteil daran auszahlen lassen?

2. Ist es korrekt, wenn man das verkürzt so darstellt, dass hier ein
Gut G (Kanalisation; Straßen, Brücken, Kläranlage, etc.) für den
Betrag K verkauft wurde. Der Betrag K wird nun der einen Bank B1 in
den Rachen geworfen als Geldanlage und gleichzeitig von der Bank B2
geliehen zur Finanzierung. Natürlich sind die Darlehenszinsen höher
als die Guthabenzinsen, die Zinsdifferenz wird auf die Leasingrate
aufgeschlagen und vom Gebührenzahler bezahlt. 

3. Ist es korrekt, wenn man anmerkt, dass der Kommune die Schulden in
Höhe von K aus dem Geschäft mit der Bank B2 auf jeden Fall bleiben,
aber das Guthaben, was bei der Bank B1 geparkt ist, im Krisenfall
(Insolvenzfall, den haben wir derzeit) futsch ist? D.h. die Stadt
darf ihre Infrastruktur einfach noch ein zweites Mal bezahlen?

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