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  • Dracocephalus

mehr als 1000 Beiträge seit 25.09.2002

Jaja, diese ganzen "gestohlenen" Autos...

> Bei etwa 10% der Verfahren reicht die Bildqualität nicht aus, um den Fahrer 
> zweifelsfrei zu identifizieren. 

Finde ich immer witzig, diese Ausrede. Die Zahl der Fahrer ist in 99%
der Fälle sehr übersichtlich. Mama oder Papa fahren das Auto.
Vielleicht kommen noch ein, zweo Verwandte oder Freunde hinzu. Alles
andere würde ich dann als Mietwagen oder Car-Sharing bezeichnen^^

Und wenn am Samstag gegen 22Uhr geblitzt wurde, Mama und Papa auf'm
Sofa saßen, und Töchterchen mit der Karre unterwegs war...wer ist
dann wohl gefahren? Aber nein, da lügt man lieber wie bedruckt, man
wüßte ja nicht, wer das war. Das könnte ja jeder sein...der zufällig
zur gleichen Zeit im gleichen Wagen auf dem Rückweg von der Feier
war, wie die Tochter. Wow, man kann Autos also doch klonen?
Replikator?

Und wenn es sich um Außendienstler etc. handelt, wird das noch
schlimmer. Die sind zwar die einzigen, die den Wagen fahren, aber
irgendwie schaffen es dann böse Mächte immer, das Fahrzeug zu
stehlen, damit durch die nächste Blitzanlage zu donnern und es
zurückzubringen, bevor man eine Anzeige erstatten konnte. 

Da es mit Vernunft nicht funktioniert, wird man wohl einfach immer
stärker zur Kasse bitten müssen. Fahrverbote taugen wenig, weil
solche Typen einfach weiterfahren. Ein zweites Mal erwischt zu werden
ist eher selten. Aber notorische Raser erkennt man recht schnell am
Punktekonto. Damit könnte das ruhig skalieren. Wie wäre es also mit
einem Multiplikator der Grundstrafe mit der Zahl der Punkte? Und
Punkteabbau geht nur noch über Zeit. Ein Punkt pro 6 Monate oder so.

Ich fahre nun schon 20 Jahre Auto und bin nicht einmal geblitzt
worden. Nicht etwa, weil ich keine Blitzer passiert habe, sondern
weil ich einfach immer (ja, tatsächlich immer) genau die
vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten. Ich sehe das als
Herausvorderung. Das ist wie ein Spiel. Stumpf auf's Gas zu gehen,
ist keine Kunst. Das reizt mich nicht. Wenn man sowas denn will, gibt
es ja die guten alten Autobahnen. Einfach mal um 3 Uhr in der Nacht
von Sa auf So probieren. Da ist alles frei. 
Die Blitzer die ich bisher so passiert habe, waren also alle OK. Es
ist ja auch nicht so, dass ich - wie bei Rasern durchaus typisch -
bei Erkennen einer Radarfalle voll in die Eisen hämmer und dann dort
vorbeischleiche (um dann gleich wieder voll zu beschleunigen). Ich
fahre immer die vorgegebene Geschwindigkeit aus. Wenn ich 70 darf,
dann fahre ich auch am Blitzer 70. Und er blitzt mich nicht. 

Entweder hatte ich bisher voll das Glück, dass mich nicht ständig
diese total unzuverlässigen Blitzer erwischen und ich unschuldig
leiden muss. Oder aber - halte ich für wahrscheinlicher - die
Jammerlappen, die solche Ausreden brauchen, sind einfach davon
gekekst, dass ihre ständige Raserei auch zu entsprechenden Strafen
führt. Und daher suchen sie sich einen passenden Sachverständigen,
der - gerne auch mit entsprechenden Kanzleien - die kleinen Loopholes
ausnutzt. Wenn solche Kombos massenhaft Filesharer abmahnen, ist das
Geschrei groß. Zu recht! Aber hier findet sich das gleiche Problem,
nur geht es ja gegen die böse Polizei und für das Rasen, der
teutschen Autofahrer liebste Freizeitbeschäftigung.

Haltet euch einfach an die Geschwindigkeitsbegrenzungen! Ist doch
nicht so schwer, oder? Und dann kommt Ihr 10min später an, hattet
dafür aber auch keinen Stress. Und wenn ihr Eure Boliden ausfahren
wollt, dann macht das einfach da, wo genau das erlaubt ist. Davon
gibt es in D noch eine ganze Menge Ecken. Ist auch gesünder. Ich sehe
mindestes einmal pro Woche so eine Klumpen Fleisch, der mal ein Raser
war, der sich überschätzte. Baum, Brückenpfeiler, LKW-Kühler, da ist
nicht mehr viel über. Noch schlimmer finde ich es allerdings, wenn
andere mit dem Leben bezahlen und der Raser nur eine Schramme hat. 

Rasen ist asozial!

D.

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