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  • Zazaz

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cui bono

Macht TP Werbung für die Anwaltschaft?

Verkehrsordnungswidrigkeiten sind für Anwälte ein dankbares
Betätigungsfeld - einfach, wenig zeitintensiv und gut bezahlt. Klar
also dass ein Verkehrsrechtsanwalt den Leuten sagt "Wehrt euch und
nehmt euch dafür einen Anwalt".

So, und jetzt plaudere ich als Praktiker mal aus dem Nähkästchen:

1. Die Bußgeldbehörden sind fast alle formalistisch und stur, kaum
bereit Argumente der Betroffenen wirklich zur Kenntnis zu nehmen, im
schlimmsten Fall schauen die sich nicht mal die Bilder an sondern
hauen die Bescheide einfach so raus. Wenn man also wirklich zu
Unrecht belastet wird, also z.B. nicht der Fahrer war, lohnt sich ein
Einspruch. Dafür brauchts auch keinen Anwalt. Aus allgemeinem Ärger
(man hält z.B. den Ort wo geblitzt wird nicht für einen
Unfallschwerpunkt...) lohnt sich sowas nicht. 

2. Die Messungen selber sind zu einem weit höheren Anteil in Ordnung,
die Beamten geben sich meist Mühe, die Geräte sind geeicht. Wenn
Fehler vorkommen oder sich ein Meßverfahren als fehlerhaft erweist
wird darauf reagiert.

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