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Komisch nur, dass "Rechte" Medien vorwerfen, sie seinen von Linken unterwandert

robbypeer schrieb am 18.06.2019 00:57:

Rechtsextreme unterwandern nicht nur Ämter, sondern auch Medien. Sobald Kritik an Rechtsextremismus geäußert wird, kann man damit rechnen, dass diese zensiert oder gelöscht wird.
Die Zustände in Deutschland und den Medien sind wesentlich schlimmer als es die Öffentlichkeit mitbekommt, denn hinter den Kulissen wird von Rechtsextremen zensiert und manipuliert wie in Diktaturen.

Die Medien manipulieren. Ohne Zweifel. Unbeliebte Themen werden ignoriert oder so platziert, dass sie eine deutlich verminderte Reichweite haben. Oder gleich so redaktionell aufbereitet, dass man sich regelrecht anstrengen muss, die veröffentlichte Meinung herauszufiltern, um sich selbst eine Meinung zu bilden.

Nur kann ich dabei im Gegensatz zu Dir kein einheitliches Bild erkennen.

Bei Kühnerts Kapitalismuskritik waren sie sich weitgehend einig.
Bei NSU und Lübcke kann man durchaus eine gewisse Zurückhaltung erkennen.

Auf der anderen Seite sind die Medien durchweg auf Merkels Kurs, was ihre Flüchtlingspolitik anbelangt. Und wenn Deutschland nicht spurt, werden sogar gesunkene Zahlen von ertrunkenen Migranten im Mittelmeer durch eine angeblich gestiegene Wahrscheinlichkeit pro Überfahrt dummgedeutet.

Bei Straftaten mit Migrationshintergrund AKA Ausländerkriminalität gibt man sich meist auch redlich Mühe, einen ggf. kulturellen Hintergund zu verschweigen.

Beim Klima sind die Medien tendenziell auch mehr auf der Seite der "Klimahysteriker". Freilich, ohne das völlige Versagen der Politik auf diesem Gebiet konkret zu benennen. Und Kritik an Kapitalismus oder Wachstumsideologie kommt schon mal gar nicht vor.

Wenn man aber im Grundsatz davon ausgeht, dass die Medien überwiegend im Sinne der wirklichen Machthaber der Republik ihre Meinung veröffentlichen, dann ergibt das ganze einen Sinn.

Dann sind die Medien weder links noch rechts, sondern einfach willfährige Werkzeuge der reichsten 1 ‰ und deren Vasallen in der Politik.

Das eigentlich Problem ist halt die nicht vorhandene Objetivität und die Tendenz zu belehrendem und oberlehrerhaften Journalismus.

Der Journalismus in Deutschland will nicht objektiv berichten, er möchte schon gar nicht bestehende Herrschaftsverhältnisse in Frage stellen oder anderweitig grundsätzliche Kritik üben. Er möchte gegenüber dem Michel "Haltung zeigen" und "seine eigene Meinung veröffentlichen". Welche Agenda dahinter steckt, kann man nur ahnen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (18.06.2019 07:53).

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