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  • freudhammer

682 Beiträge seit 14.12.2014

Re: Echte Förderung der Rückkehr

Noch ein Gedanke zu dem vorher Geschriebenen.
Versuchen wir uns in fahnenflüchtige Syrer, die bei uns gelandet sind, hineinzuversetzen.
Da wären einmal jene, die von der Verwandtschaft die Schleusung finanziert bekamen, damit sie überleben, was 2015 ja alles andere als sicher war in Syrien, die Propaganda war schier allmächtig und die Russen noch fern. Mittlerweile wurden die Lügen und Motive des Westens ja offenbar und Assad hat mit Hilfe der Russen den Krieg gewonnen. Manch ein junger Syrer wird deswegen gewiss von Schuldgefühlen geplagt, dass er sich durch Lügen hat aus dem Land locken lassen und seine Familie zurückgelassen hat. Er fühlt sich vielleicht wie ein Feigling und möchte sich wenigstens den gegenwärtigen Herausforderungen vor Ort stellen. Elke Dangeleit ist dieses Gefühl offenbar fremd, aber ein Syrer fragt in dieser Zeit sicher nicht nach Sicherheit und intakter Infrastruktur. Beides hat er derzeit bei uns und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihn das glücklich macht. Leben ist mehr als eine bequeme Existenz.
Wenn ich recht haben sollte, dann werden uns in Europa vor allem Migranten bleiben, die aus irgendeinem Grund nicht nach Syrien zurück können, etwa weil sie als IS-Sympathisanten gelten, echte Kopfabschneider waren oder als Kriminelle wieder in die Gefängnisse kommen würden. Gewiss habe ich andere Gruppen und Motive nicht bedacht, doch falls ich richtig liegen sollte, würde am Ende eine negative Auswahl bei uns zurückbleiben.

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