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  • Dr. SenfDaZu

580 Beiträge seit 24.09.2018

Ah, OK .. verstehe

Ich denke, ich kann den Grundkonflikt auflösen.

Rötzer meint nicht: Weil der Iran (vorsätzlich) ein Zivilflugzeug abgeschossen hat, ist es jetzt auch OK, wenn sich die IAF hinter Zivilflugzeugen versteckt.

Der Text im Artikel ging ja so:

Ria Novosti verweist in diesem Zusammenhang auf den Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine durch die iranische Luftabwehr am 8. Januar. Zuvor hatte der Iran mit Präzisions-Marschflugkörpern den amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in al-Asad im Irak angegriffen. Die iranische Luftabwehr war aktiviert, weil man mit Gegenangriffen rechnete. Nach dem russischen Verteidigungsminister Lawrow sollen mindestens 6 amerikanische F-35-Kampfflugzeuge an der iranischen Grenze zu dieser Zeit in der Luft gewesen sein.

Was Rötzer also sagen will, ist: Könnte es sein, dass das gleiche Vorgehen wie das der IAF in Syrien unter Beteiligung der US Air Force im Iran dazu geführt hat, dass PS752 als versehentlicher Kollateralschaden abgeschossen wurde? Z.B. weil sich eine F 35 dahinter "versteckt" hat.

Ich persönlich denke zwar, dass der Ablauf des "Unglücks" diese Interpretation nicht zulässt. Aber die Frage kann man trotzdem stellen. Wir wissen fast nichts über den Hergang.

Was die Frage der Zulässigkeit einer Taktik die zivile Opfer absichtlich in Kauf nimmt angeht, sind sich hier denke ich ALLE einig: das ist absolut inakzeptabel!

Sollte es zutreffen und belegbar sein, muss dieses Vorgehen umgehend vor der ICAO thematisiert und gerügt werden.

(Ich weiß, jetzt kommt der Einwand das die IAF ohnehin macht was sie will - aber es gibt kaum ein anderes Land als Israel, das abhängiger von der zivilen Luftfahrt ist. So eine Verachtung internationaler Normen wie das (vermeintliche) IAF Vorgehen geht ja jede Pilotin und jeden Flugbegleiter etwas an. Ich glaube da gibt es ein ganz klares gemeinsames, internationales Interesse.)

MfG

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