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  • Lorant Strahl

784 Beiträge seit 28.07.2016

Im Grunde genommen hakt es doch wieder an dem (oder den) ewig gleichen

Zunächst einmal, halte ich Militär im klassischen Sinne für wenig zukunftstauglich. Die Welt ist viel zu vernetzt für Kriege.

Betrachtet man aber Russland, China, Indien und Europa als Pole oder wirtschaftliche, kulturelle und sonstige Schwerpunkte auf dem großen Kontinent, dann spräche doch nix dagegen, respektvoll miteinander, sich zu vernetzen, etc. Dann fallen alte Grenzkonflikte aus britischer Kolonialzeit auch aufgrund von Marginalität weg.

Das ganze wird derzeit vor allem durch den künstlichen Cordon Sanitaire zwischen Europa und Russland verhindert, denn die Angelsachsen gezogen haben. Gäbe es dieses Problem nicht, gäbe es viele Probleme weniger.

Ein anderes Problem, ist der angelsächsische Elefantenfuß im Mittleren Osten. Zum eine die zionistische Enklave mit ihrer Apartheid in Palästina, am Leben erhalten nur durch amerikanische Schützenhilfe, plus Saudi-Arabien in wechselseitiger Abhängigkeit zu den USA sich gegenseitig am Leben erhaltend. Aber dann natürlich der Ewige Krieg seit 9/11, der nicht nur ganze Länder zerstört hat, sondern vor allem dafür sorgte, dass die muslimische Welt sich gegenseitig zerfleischte und ein weiterer Cordon Sanitaire nach Afrika werden konnte. Denn Afrika darf nicht unabhängig werden, da sind auch die Euros mit an Bord, obwohl sie selbst ganz Schaden davon nehmen (Flüchtlinge). Vor allem die Franzosen kämen wirtschaftlich unter massivem Druck, könnten sie nicht Afrika wie seit eh und je ausbeuten.

Dann ist da noch die Türkei, Dreh und Angelpunkt Eurasiens. Und die sind selbst ein großes Problem neben den üblichen Verdächtigen.

Ich halte es für absolut unwahrscheinlich, dass sich Frankreich von seiner Kolonialpolitik in Afrika lossagen und gemeinsam mit Deutschland die NATO "auflösen" wird, um Europa in die Unabhängigkeit zu führen. Und dass Deutschland alleine einen ersten Schritt wagt, halte ich in seiner gegenwärtigen psychischen Verfassung für ausgeschlossen (man hat lieber Angst vor Bill Gates, Corona, trägt seinen Fahrradhelm, und sich sorgt ums Klima). Da Russland und China ebenfalls nur in einer lavierenden und abwartenden Position sein können, bleibt nur darauf zu hoffen, das Brexit dem UK den Rest gibt und dass die USA sich intern zerfleischen, wie es sich für ein solch narzisstisch-psychopathisches Imperium geziemt.

Daher: Popcorn oder Gurkensnacks und zugeschaut (immerhin ist Niedergang der US bis jetzt unglaublich unterhaltsam, vor allem wenn man sich in amerikanischen Foren trollt). Es gibt gerade nix, was einer tun kann. Und Jammern ist peinlich.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (27.10.2020 09:03).

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