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  • freudhammer

999 Beiträge seit 14.12.2014

Paradoxon

Die deutsche Neigung sich allem was von "draussen" kommt anzupassen oder es gar zu bewundern, wurde schon oft beklagt. Jeder Furz aus Frankreich, England und seit 75 Jahren aus den USA, wird gerne als Eau de Cologne verehrt und man bemüht sich eigenen Fürzen möglichst dieselbe Duftnote zu geben. Nur beim unbegrenzten Rasen auf den Autobahnen trifft dieses Nachahmen überhaupt nicht zu, ein Fall für ganz tiefe Psychologen. Alle Welt um uns lebt mit einer Geschwindigkeitsbgrenzung auf 110-130 km/h, nur bei uns darf gerast werden, weil die Autoindustrie der Politik diktiert, was nötig zu sein scheint, um weiterhin ihre Rennschlitten auf öffentlichen Straßen testen zu können.
Ich würde mir in vielerlei Hinsicht weniger deutsche Untertänigkeit wünschen und wenigstens ein wenig Rückgrat, etwa bei der Wertschätzung unserer Sprache. Beim Rasen auf der Autobahn aber lasst uns bitte von den guten Erfahrungen unserer Nachbarn lernen.

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