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  • Exilholsteiner

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Das war auch allerhöchste Zeit

Wenn man Virologen zuhört oder von ihnen liest, dann hört man unisono, dass virenhaltige Aerosole draußen an der frischen Luft bis zur Ungefährlichkeit verdünnt werden und das UV-Licht der Sonne sie zerstört. Ich habe noch von keinem Virologen etwas anderes gehört oder gelesen.

Natürlich bedeutet das nicht, dass eine Infektion unter freiem Himmel ausgeschlossen ist - wenn Menschen dicht gedrängt beieinander stehen, kann es zu Tröpfcheninfektionen kommen, bevor Wind und Sonne ihre Arbeit erledigen können. Aber solange genügend Abstand gehalten wird, dürfte eine Übertragung des Virus unter freiem Himmel praktisch ausgeschlossen sein.

Von daher gab es niemals eine Rechtfertigung für über die Abstandsregeln und Ansammlungsverbote hinausgehende Ausgangsbeschränkungen im Sommerhalbjahr - zu keiner Zeit und nirgends, nicht im Saarland, nicht in Bayern und nicht in Österreich. Ausgangsbeschränkungen waren von Anfang an schwachsinnig und sogar kontraproduktiv, weil man damit Menschen zwingt, erlaubte Treffen in geschlossenen Räumen abzuhalten. Genau das möchte man nicht, weil sich Viren in geschlossenen Räumen länger halten können als an der frischen Luft.

Für mich erklären sich die im Vergleich zu anderen Ländern schlechteren Zahlen von Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland durchaus mit den Ausgangsbeschränkungen - wenn die nämlich überhaupt einen Effekt gehabt haben, dann einen negativen.

Es grenzt schon an Rechtsbeugung, dass die Gerichte die süddeutschen Landesregierungen so lange mit diesem Irrsinn haben durchkommen lassen.

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