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mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2003

Fracking ist mindestens so umweltschädlich wie ein Braunkohletagebau ...

... und dazu wird ein Teil des Gases direkt in die Atmosphäre emittiert. Einige Bestandteile des Fracking-Gases ist direkt "klimawirksam", 20x so stark wie CO2 (z.B. Methan).

Wenn ich mich auf die Klimadebatte einlasse, so die Frage: WARUM?!
Warum wird Fracking-Gas als mögliche Alternative zum regulären Erdgas gehandelt oder als Alternative zu anderen fossilen Brennstoffen? Das Zeug ist nicht umwelt- und auch nicht klimafreundlicher! Normalerweise müssten die Grünen Sturm laufen.
Rein aus der Sicht her dürfte Fracking nicht zur Debatte stehen, nicht wegen eines Denkverbotes (man darf sich drüber unterhalten), sondern weil es schlichtweg keine sauberere Option ist. Also Finger weg!

Warum fangen wir nicht an, lieber Kohle zu hydrolisieren (zu "Erdöl" wandeln) bzw. suchen nach einem Prozess, um aus Kohle eine Art Erdgas zu generieren (Holzvergasung / ähnlicher Prozess)? Wenn man's mit Braunkohle macht, ist das noch immer mit Tagebauen und massiven Umweltschäden verbunden, macht man es mit Steinkohle, ist es dank Untertagebaue etwas weniger schädlich, aber wenn man das Zeug importieren muss mangels eigener Förderung, kommen Energiebedarf und Emissionen der Transportschiffe oben drauf, was auch die Billanz wieder erheblich verschlechtert.

Die mit Abstand schlechteste Billanz hat Fracking-Gas aus den USA bzw. aus jedem anderen Land der Welt, was keine Pipeline bauen will, sondern Frachtschiffe einsetzen möchte mit flüssigem Erdgas (LNG). Da kommt zu den massiven Umweltschäden + Klimafolgen auch noch der ökologische Fußabdruck der Frachter dazu und man braucht hunderte davon jeden Tag, um eine Pipeline zu ersetzen. Wer also auf diese Option zurückgreift und erklären will, das sei klimafreundlicher und die einzig sinnvolle Alternative statt Atomkraft- oder Kohlekraftwerke zu betreiben, der lügt uns einfach die Taschen voll.

Was ist also am Ende eine gangbare Lösung? Mischung aus erneuerbaren und konventionellen Energiequellen. So wie bisher eben auch. Und denn halt endlich mal die nötige Intelligenz versammeln, um die Fusionsenergie voranzubringen ODER eine alternative Energiequelle aufzutun, die nicht volatil und saisonell abhängige Leistungen erbringt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.08.2022 13:59).

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