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  • van Grunz

mehr als 1000 Beiträge seit 27.12.2007

Schlafmangel beeinträchtigt -- immer

Das sind meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen.

Die Wissenschaft hat herausgefunden, daß es genetisch bedingte Langschläfer und Kurzschläfer gibt. Die Kurzschläfer kommen mit ca. 6 Stunden Schlaf am Tag aus, die Langschläfer benötigen um die 8. Die Grenzen sind höchstwahrscheinlich fließend, und auch Ausreißer, die noch weniger oder noch mehr Schlaf benötigen, sollten die Regel als Ausnahme eher bestätigen.

Was bei dem Artikel meiner Ansicht nach zu kurz kam, ist der Zeitpunkt des Schlafs. Der ist ebenso wichtig, wird aber gerne als "in der Nacht" vorausgesetzt, weil die meisten Menschen, die arbeiten gehen, im Tagesdienst sind, mit einer 5- oder 6-Tage-Woche. Sie arbeiten also, wenn es hell wird, und gehen schlafen, wenn es dunkel wird. So sollte es auch sein.

Nun gibt es zwei wesentliche Einflußfaktoren für Störungen im Ablauf des Körpers, wie er von der Natur nicht gedacht war:

1. Schlafentzug
2. unregelmäßiger Schlaf

Beide in Kombination sind übel.
Auch ist die Dauer des Schlafentzugs von großer Bedeutung.
Schläft etwa ein Langschläfer über Jahre hinweg anstatt seiner benötigten 8 Stunden nur 6, und die vielleicht auch noch unregelmäßig, so stellt sich über kurz oder lang eine Veränderung im Verhalten ein. So Mancher wird dann dauerhaft aggressiv, weil die Reizüberflutung irgendwann nicht mehr zu kompensieren ist. Um das Problem wieder in den Griff zu kriegen, muß man für einen langen Zeitraum die Reizüberflutung stoppen und dafür sorgen, daß der Schlaf regelmäßig wird. Ohne diese Maßnahmen wird die Reizüberflutung andauern, mit allen sozialen Folgen.

Unregelmäßiger Schlaf, bei Nacht- und Wechselschichtarbeitern auch am Tag, der deutlich weniger erholsamer ist, weil er dem Biorhythmus entgegen arbeitet, ist auf Dauer ebenso ungesund und schlägt aufs Gemüt.

Wird dauerhaft zu wenig geschlafen (deutlich weniger als 6 Stunden pro Tag, und das vielleicht auch noch in Raten), weil man sich etwa Tag & Nacht mit Koffein vollpumpt, um immer voll da zu sein, begünstigt dies sogar die Entstehung von Krebs.
Das Immunsystem hat nicht nur die Funktion, den Körper frei von Krankheiten zu halten, sondern auch die Bekämpfung entarteter Zellen. Nimmt man dem Körper dauerhaft die Möglichkeit, durch Schlaf jene Zellen zu eleminieren, die Tumore bilden können, so sieht man sich eines Tages als Krebspatient wieder.

Man kann seinen Körper übrigens auch an ein spezifisches Schlafverhalten gewöhnen, was vor allem zu wenig Schlaf betrifft. Der Körper merkt sich dann, wann er zur Ruhe gebettet wird, und wann er wieder wach werden soll. Allerdings geht das nur bedingt mit zuviel Schlaf. Als Folge wird er dann irgendwann nicht mehr richtig wach.

Im Schlaf verbrennt der Körper außerdem eine Menge Kalorien. Man sagt ihm sogar nach, daß er Dicke schlank machen könnte.

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