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mehr als 1000 Beiträge seit 03.06.2003

Typisch Ideologen: eigene Ideologie ist scheinbar keine, sondern “Wahrheit”

Viele solche Leute verstehen nicht einmal, was Mechanizismus ist. Das macht die Diskussion schwierig. Das Lexikon gibt einen ersten Einblick ins Thema:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanistisches_Weltbild#Die_Welt_als_Maschine_.28Uhrenvergleich.29

https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanistisches_Weltbild#Ende_der_mechanistischen_Weltsicht

Zum Physikalismus eine Ehrenrettung für Carnap: derselbe hatte nicht behauptet, dass es etwa kein Seelenleben gäbe, sondern er lehnte ab, wissenschaftlich darüber zu sprechen, weil es nicht nachprüfbar noch bestätigungsfähig ist (Carnap akzeptierte keine Deutungen). Der Physikalismus im Mechanizismus/Materialismus, den ich kritisiert habe, geht über das, was Carnap darunter verstand, hinaus.

Mit Mechanizismus meine ich die stark nominalistische Position, dass nichts bestehe ausser physikalischen Objekten (denen jedoch ontogischer Status zugesprochen wird), und dass alle physikalischen Objekte einem Uhrwerk gleich festen Regeln folgend zusammen spielen.

Die Physik ist seit der Quantentheorie darüber hinaus: denn hier gibt es Wahrscheinlichkeiten und nicht ausschliesslich mehr festen Regeln, wie physikalische Objekte zusammenspielen. Von Mechanizisten wird deshalb unterstellt, in Wirklichkeit seien es auch hier feste Regeln, alleine seien diese nicht bekannt (oder nicht messbar – was Ideologen dieser Art wiederum nicht abhält, Messbarkeit zu postulieren für alles Reale – aber seit wann sind Ideologien schon logisch oder gar Widerspruchsfrei).

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