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  • mermar

mehr als 1000 Beiträge seit 23.12.2018

Die positiven Seiten des Protestes

Die Proteste sind weit ueberwiegend von Maedels getragen. Das heisst die Jungs gehen trotz des Gruppendrucks zum Grossteil nicht hin. Das kann nur bedeuten dass die alle wissen dass das nur ein Aufmarsch fuer Eliteninteressen ist. Die Maedels koennen zwar keinem Gruppendruck widerstehen - sie wechseln aufgrund des selben ja auch jedes Jahr den Kleiderschrank aus - aber dafuer ist jedes Engagement von denen auch komplett oberflaechlich und unbedeutend.

Bei mir persoenlich hatte der Protest noch zu einer anderen sehr positiven Erfahrung gefuehrt. Ich hab mir in den letzten Jahren einiges an Arbeit gemacht (ist zwar auch Hobby weil ich es interessant finde aber es hat doch etliche Stunden gefressen) mich durch Statistiken zu den Temperaturen, der Schneedecke, der Eisdecke in der Arktis und auf Groenland, zu den Gletschern in den Alpen und in anderen Berggebieten etc etc durchzuarbeiten. Ich hab dann auch oft versucht die gelernten Dinge in Diskussionen anzubringen. Damit kann man auch tatsaechlich einige Leute erreichen. Aber die allermeisten schalten einfach ab wenn man von Daten redet. Vor allem Frauen sind dafuer praktisch gar nicht zugaenglich. Aber durch diese Proteste bin ich wieder oefter in meinem sozialen Umfeld in Klimadiskussionen geraten. Und da hab ich durch Zufall zwei dreimal das "Malediven-Argument" verwendet. Und das scheint besser einzuschlagen. Ich werd es auf jeden Fall weiter verwenden.

Was mein ich mit dem Malediven-Argument? Nun den Malediven haben die Alarmisten schon vor dreissig Jahren das Ende in den naechsten Jahrzehnten prophezeit. Diese Voraussagen wurden dann alle paar Jahre nochmal wiederholt und wenn sie allzu offensichtlich komplett danebenlagen hat man den Untergangszeitraum halt um ein zwei Jahrzehnte rausgeschoben. Vor 10 Jahren hat der damalige Praesident der Malediven sogar davon geredet den Inselbewohnern eine neue Heimat suchen zu wollen.

Nun warum ist das alles nuetzlich? Nun diese Geschichte mit den Malediven kennen entweder viele oder sie sind so haeufig in den Medien gewesen dass man sie ganz schnell mit Google zur hand hat. Und wenn man dann diesen Katastrophenvorhersagen gegenueberstellt was in den Malediven in den letzten 30 Jahren passiert ist und was dort gerade jetzt passiert, dann werden zumindest nach meinen juengsten Erfahrungen die Alarmisten ziemlich still.

Was ist in den Malediven passiert?

i) Die Bevoelkerung ist seit mitte 80er explodiert; verdreifacht oder sogar vervierfacht.

ii) Die Malediven haben nicht Nettoauswanderung wie man es von einem Land kurz vor dem Absaufen erwarten wuerde sondern Nettozuwanderung.

iii) Das foreign direct investment ist in den letzten Jahren explodiert. Welcher Kapitalist schmeisst den sein Geld in den ansteigenden Ozean?

iv) Die Vericherungsbranche funktioniert wie eh und je. Versicherungen von Haeusern werden keineswegs unerschwinglich.

v) Die Regierung hat ein riesiges neues Hausbauprojekt angestossen.

vi) Die Regierung baut eine neue Landebahn fuer den Flughafen.

vii) Der Praesident der vor 10 Jahren so laut getrommelt hat wegen des Klimawandels wurde von den Bewohnern bald danach im Zuge grosser Proteste zum Teufel gejagt und wegen Korruption und was weiss ich was sonst noch angeklagt. Heute sitzt er irgendwo in der Londoner City.

viii) Die Immobilienpreise sind hoeher denn je.

Das Erstaunliche ist dass es ueberhaupt keine Inselgruppen (weder im Indischen Ozean, noch im Pazifik noch sonstwo) gibt fuer die wir gute Daten haben wo sich die Katastrophenvorhersagen auch nur annaehernd realisiert haetten.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.04.2019 14:02).

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