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  • exkoelner

mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

Allein das Politik den Job Kinder machen lässt, sollte Stirnrunzeln verursachen

Wie geht denn, wir wollen ständiges Wachstum ohne Planung von allem Zeugs, mit wir wollen aber mehr die Natur schützen, und weniger Wachstum zusammen? Diesen Widerspruch würde jeder Erwachsene, halbwegs gebildete sofort erkennen - so gehts nicht. Aber mit Kindern, da kann man das machen. Die sind nicht dazu in der Lage, diese Widersprüchlichkeiten zu verstehen, und deswegen hinterfragen sie das auch nicht. Für die geht alles gleichzeitig, überall Smartphone und Netz, und Strom und Kapitalismus, Super-Vermögen und gleichzeitig achten wir auf die Natur ... Hallo? Einem Erwachsenem würde man sich gar nicht trauen, mit so ner Theorie/Fragestellung nahe zu kommen, aber mit Kindern geht das. Und genau deswegen gibts Greta - ach alles weiter so, aber ihr alle müsst leider noch mehr für die Renditen der 0.0001% arbeiten. Weniger produzieren, weniger Autos bauen, die Länder im Süden sich ermächtigen lassen, für ihre Bevölkerung alles selbst herzustellen, was sie brauchen ... davon spricht Greta nie.

Das unsere Physikerin von Kindern vorm Bundestag darauf aufmerksam gemacht werden muss, das durch Wachstum der Produktion mehr extrahiertes CO2 eventuell auch mehr CO2 ist, als ohne Wachstum - ist schon genial. Ihre Antwort darauf: "Wachstum, Wachstum." und eine "marktkonforme Demokratie".

Dann hat man in den Parteizentralen etwas überlegt, die Vorgaben aus Washington studiert, und heraus gefunden, man kann das bisherige Wirtschaftssystem erhalten, wenn man auf jede Tätigkeit der Menschen nochmal eine Abgabe oben drauf packt.

Es geht eigentlich immer um dasselbe, die exponentielle Rendite, Zins, name it, muss jährlich steigen. Da wir in den Gesellschaften mit Kaufkraft schon immer öfter an der Überkapazitäts-Grenze schrappen, müssen immer mehr neue Gründe für Umsätze gefunden werden. Und die sind nur finanzierbar, im bestehenden System, indem man den Wertschöpfern immer weniger zahlt. Das war mit "Brot für die Welt" noch harmlos, anstatt den Menschen dort echt zu helfen, selbst Nahrung und Wertschöpfung herzustellen, hat man hier Spenden und Steuern eingesammelt um denen "Brot für die Welt" zu geben. Das hat prima die Umsätze von US-Food-Companies erhöht, auch die Butter- und Fleischberge der EU reduziert, aber niemand, NIEMAND dort war nachher besser gestellt. Entwicklungshilfe der BRD war immer Exportförderung, das es dort nachher irgend jemand besser geht aus eigener Kraft, war nie Sinn dieser "Entwicklungshilfe".

Das war die freiwillige Zusatzsteuer. Das reicht aber nicht, das immer steiler ansteigende exponentielle Rendite-Wachstum zu bedienen. Jetzt gibts in Deutschland bald die zweckentfremdete CO2-Steuer. Damit wird wieder nicht die Fähigkeit von Ländern in Afrika erhöht, sich selbst zu versorgen, und es wird auch nicht CO2 reduziert. Man versorgt damit das Finanzkapital mit neuen Rendite-Möglichkeiten, die sie hier aufgrund der Überversorgung nicht mehr haben. Jetzt wird mit der CO2-Steuer in Afrika noch mehr CO2 erzeugt, weil hier Wachstum in Kapital üblichen Dimensionen nicht mehr möglich sind. Wenn es einem Menschen nachher deswegen besser geht, bin ich erstmal dafür. Nur bin ich mir da nicht sicher. Wenn dieser ganze Aufwand wieder nur dazu dient, ein paar Menschen, Attac spricht ja da mittlerweile von 0,001%, reicher zu machen - das ist doch krank? Das steht doch alles in keinem vernünftigen Verhältnis.

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