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Auch wenn es schwer fällt: unsere Gesellschaft muss lernen mit dem Tod zu leben

Wie schieben ihn weg, ignorieren ihn und entsorgen ihn in Intensivstationen und Pflegeheimen, obwohl er das einzig wirklich verlässliche Element in unserem Leben ist.

Wir pflegen und halten mit Maschinen physische Körper am Leben, obwohl dort schon lange keiner mehr "Zuhause" ist und wir verhindern mit aller Macht, dass Menschen selbstbestimmt aus dem Leben scheiden.

Die Angehörigen haben Angst vor dem Loch das der Tod reißt und die Sterbenden haben Angst los zu lassen und somit wird das Unvermeidliche immer weiter hinaus geschoben.

Dabei ist es nicht so kompliziert:

Wer an ein Danach glaubt, für den ist es ein einfacher Übergang den er täglich beim Einschlafen eingeübt hat. Er braucht sich nicht zu fürchten.

Wer der Meinung ist, dass er durch Zufall aus Sternenstaub geworden ist, der sollte ebenfalls ohne Angst sein, denn ein erwartbares Nichts ist auch nichts schlimmes.

Es ist die Angst die uns dazu treibt, die letzten Jahre an Schläuchen und Maschinen festzuhalten, auch wenn der Lebenswert dabei schon bei Null ist.

Lasst uns diese Angst verlieren, keiner wird sie je vermissen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.04.2020 08:01).

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