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  • Oberguru

mehr als 1000 Beiträge seit 21.06.2004

Daß Radio & TV (zu) teuer sind, ist das eine – die Frage ist aber, weshalb ...

... und da wird bei der NoBillag-Initiativve der Vertriebsweg völlig ausgeblendet.

Monatsgebühren für TV im Bereich von Fr. 60.– bis Fr. 90.– (z.T. bis Fr. 150.– oder noch mehr) sind meist das Minumum (wobei da die Empfangskonzession (sprich: die "staatliche Erlaubnis, Radio hören und TV sehen zu dürfen – also die Billag-Gebühr) noch gar nicht mit eingerechnet ist. Internet gehört bei solchen Gebühren zwar dazu, Telephonie je nach Angebotauch – aber zu teuer ist das dennoch (wenn man es richtig macht, bezahlt man für 130 freie TV-Programme über Kabel plus 5/0.5-MBig/s-Internet sowie einen Telephonanschluß (Gebühren separat) keine Fr. 25.–)

Quintessenz: es kann bei NoBillag niemals nur ums Geld gehen, sonst würde schon lange verboten, TV-Programme, die frei per Satellit oder terrestrisch (die Grenzen sind überall ziemlich nah) zu empfangen sind, zu verschlüsseln und zusätzlich die Nutzer zu schröpfen.

Es ist richtig, die Produktionen des staatlich unterstützten TV-Betriebs zu hinterfragen und Einsparmöglichkeiten auszuloten. Aber NoBillag hat ein anderes Ziel: NoBillag will dasselbe wie UBER bei der Personenbeförderung: den Markt komplett kannibalisieren und für kommerzielle Monopole freigeben – Berlusconi-TV läßt grüßen ...

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