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  • Ulrich Sommer

mehr als 1000 Beiträge seit 15.07.2010

Artikel verstärkt die Greta versus AfD-Spaltung - Konstruktiv geht anders!

Beim Thema CO2 könnte ich nur noch kotzen - egal, ob gerade eine grüne Greta-Weltuntergangs-Abwendungs-Fraktion spricht, oder ob gerade die AfD-Wohlstand-durch-Wirtschaftswachstums-Fraktion spricht.

1. Warum überhaupt noch über CO2 und Klima streiten?

Die CO2-Fragen interessieren mich inzwischen überhaupt nicht mehr, weil beide Seiten keine nachvollziehbare und für einfache Bürger belegbare Argumentation liefern können. Ich will dabei nicht ausschließen, dass CO2 für das Klima besondere Folgen hat, ich will jedoch auch das Gegenteil nicht ausschließen.
Die Frage ist deswegen vermeidbar, weil im Gegensatz dazu handfeste Indizien belegen, dass uns sowohl das Erdöl, als auch das Erdgas langsam aber sicher ausgehen und dass die Förderung von Kohle sowohl in Deutschland, als auch überall in der Welt mit tiefgreifenden Umweltschäden einher geht (schon mal etwas von "Ewigkeitskosten" gehört?).

Sprechen wir doch einfach mal von begrenzten fossilen Ressourcen - dann sieht die "Faktenlage" doch gleich ganz anders aus und eine Not, "CO2" zu reduzieren (was identisch ist mit der Reduktion des fossilen Energieverbrauchs) kann eigentlich kein vernünftiger Mensch von der Hand weisen. Freilich gibt es jetzt immer noch Phantasten, die glaubten, Erdöl würde sich in der Erde natürlicherweise permanent nachbilden. Nur können mir diese Leute nicht erklären, warum die Konzerne dann zu einem vielfachen der Kosten so genannte nicht konventionelle Öle und Gase fördern und warum einst starke Erdölförderländer heute kaum noch zur Weltenergieförderung signifikanten Anteile beisteuern.
Wir sprechen heute von Fracking, von "Bio-Gas", von Tiefseebohrungen, von Öl aus Sand oder allgemein von Energieproduktion durch Verwendung von Lebensmitteln oder anderen Agrarprodukten, welche in Konkurrenz mit Lebensmittel-"Produktion" stehen. Wäre Erdöl aus konventionellen Quellen weiterhin zu Tiefstpreisen unbegrenzt verfügbar, würde kein einziger Betrieb noch Fracking betreiben, Tiefseebohrungen setzen, Öl aus Sand gewinnen (wozu immense Mengen an teurem Erdgas erforderlich sind), etc.

Die fatalen ökologischen und menschlichen Auswirkungen (zunehmende Hungersnot) dieser nicht konventionellen Energie-Produkte sind allseits bekannt und können nicht von der Hand gewiesen werden.

Der Anteil der nicht konventionellen Energie-Produkte beträgt gegenwärtig "nur" im der Größenordnung von 5% bis 10%. Mit anderen Worten würde gegenwärtig eine Energieeinsparung von 10% die fatalen Auswirkungen dieser schädlichen Energieprodukte aus der Welt schaffen. Das wäre doch eine ganz andere Motivation, als eine eigentlich scheinbar nicht aus der Welt zu schaffende CO2-Apokalypse.
Es darf freilich nicht verschwiegen werden, dass diese Anstrengungen in naher Zukunft gesteigert werden müssten, weil Erdöl und Erdgas schleichend zur Neige gehen und in den nächsten Jahren in immer geringeren Mengen zur Verfügung stehen werden (siehe auch http://aspo-deutschland.de/).
Andererseits haben wir gar keine Wahl, als unseren Bedarf dem Angebot anzupassen, denn wenn das Angebot sinkt, wird derjenige Wirtschaftsteilnehmer herbe Nachteile einstecken, der auf nicht vorhandene oder überteuerte Ressourcen angewiesen ist.
Auch das wäre eine ganz andere Motivation und ein anderer Hebel für Verhaltensänderungen, als eine zum Schein moralisch aufgeladene CO2-Diskussion, die in dem Bewusstsein erfolgt, derjenige, der besonders viel CO2 ausstößt oder Brennstoffe vergeudet, könnte sonst noch einen wirtschaftlichen Vorteil einstreichen. Wie gesagt, das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Manchmal stellt sich mir auch die Frage, ob die ganze CO2-Diskussion und das damit verbundene Übertünchen der Frage der zur Neige gehenden Ressourcen das Ziel verfolgen soll, dass die Mächtigen nicht zugeben müssten, dass sie uns Jahre lang über die Menge vorhandener Ressourcen getäuscht hätten?

2. Die Diskussion über Reduktion von CO2-Emissionen richtet sich an die falschen Adressaten und kann somit gar keine CO2-Reduktion bewirken.

Wir sprechen gegenwärtig fast ausschließlich über Braunkohlekraftwerke und Elektroautos.
Von den Elektroautos sagt ja Karsten Montag dankenswerterweise gleich dazu, dass sie gar nicht geeignet sind, CO2 zu sparen. Diese Erkenntnis setzt sich heute eigentlich auf großer Breite durch und angesichts der ungeheuerlichen ökologischen und menschlichen Auswirkungen der Herstellung von Elektroautos ist das für mich eine riesen Sauerei, ein handfester Skandal! Wir schaffen immense Schäden und unendliches Leid bei Sklaven in Afrika für eine Schein-Verbesserung, von der wir mittlerweile wissen, dass sie die Lage verschlimmert!
Das einzige, was Elektroautos zuverlässig bewirken, ist eine Verlagerung innerhalb der fossilen Energien vom zur Neige gehenden Erdöl hin zu immer noch in immensen Mengen vorhandenen Kohlevorkommen.
Könnte eine Motivation der Mächtigen auch darin bestehen, auch hier wieder zu kaschieren, dass wir in Wirklichkeit gar nicht mehr die Ressourcen hätten, um den automobilen Wahn mit zur vielen, zu großen Autos und zu vielen gefahrenen Kilometern aufrecht zu erhalten? Mit den neuen 2-Tonnen-Teslas und mit Kohle und Atom können wir das noch einmal eine Weile weiter betreiben - auf Kosten der Umwelt (und toller weise noch mit grün gewaschenem Anstrich)!

Ja was die Kohlekraftwerke betrifft, so gibt es eine ganz einfache Regel, die bislang noch nie umgangen worden war:
Sämtliche Kohlekraftwerke innerhalb eines großen Netzes (beispielsweise in Europa) produzieren exakt so viel Strom, wie sämtliche Verbraucher verbrauchen, abzüglich aller Stromproduzenten, die auf Wind, Sonne, Wasserkraft, "Bio-Gas" und Kernkraft basieren. Das Gas habe ich hier nicht erwähnt, weil es viel teurer ist und weil es eigentlich auch zu wertvoll ist nd weil es ohnehin nur einen kleinen Beitrag leistet. In Zeiten des Frackings kann kein ernsthafter Mensch wünschen, dass wir Kohlestrom durch Gas-Strom ersetzen.
All die "Alternativen" zur Kohle (Kernkraft und regenerative Energien) laufen am Limit der Produktion, weil nach Installation der jeweiligen Kraftwerke der Betrieb weitgehend kostenfrei oder mit geringen kosten verbunden ist.

Mit anderen Worten gibt es gar keine Möglichkeit, Kohlekraft zu reduzieren, ohne an den anderen Stellschrauben zu drehen. Wir haben auch gerade erfahren, dass der CO2-Ausstoß im Verhältnis zur Energiemenge bei Steinkohle und Braunkohle nahezu identisch ist. Über die Wirkungsgradunterschiede zwischen Braunkohle- und Steinkohle-Kraftwerken erfahren wir nicht und dürfen erst einmal annehmen, dieser sei gering.
Das bedeutet, dass wenn in Deutschland ein Braunkohlekraftwerk abgeschaltet wird, dass dann in Rumänien entweder ein Kohlekraftwerk einspringt oder ein Krenkraftwerk in Polen beispielsweise. Das ist nichts anderes als Greenwashing und Export unserer Umweltverschmutzung von einem relativ sauberen Land in ein Land mit schlechteren Umweltbedingungen. Ist das grün?

3. Worüber könnten wir besser sprechen?

Die größte Stellschraube ist der Verbraucher bzw. der Energieverbrauch!

Passivhäuser benötigen nur einen Bruchteil der Energiemengen, die ein herkömmliches Haus benötigt und die Dämmstoffe sind in der Herstellung günstig und vergleichsweise energieeffizient (beispielsweise Glas- oder Steinwolle, aber auch Schaumstoffe). Die Raumheizung ist weiterhin der größte Energieverbraucher in Deutschland, der in Hand der einfachen Menschen liegt.

Stromverbrauch in Haushalten kann ohne Weiteres durch neue Technik auf einen Bruchteil reduziert werden (und dies geschieht ja zum Teil glücklicherweise auch). Wir sprechen von Dioden-Lampen, modernen Kühlschränken, verbesserten Wasserpumpen im Heizsystem, Vermeidung von elektrischen Heizungen, etc.
In der Industrie spielt die Lebensdauer von Produkten und der sparsame Ressourceneinsatz die größte Rolle. Ich bin durchaus ein Freund von Ressourcensteuern auf alle Ressourcen (je nach Knappheit oder Umweltauswirkungen), auch bei importierten Produkten nach Anteil der enthaltenen Ressourcen und auch auf Treibstoff.
Ich füge klar hinzu, dass diese Steuererhöhung auch begleitet sein müsste von Steuererleichterungen, die insbesondere die einfachen Menschen begünstigen müssten, die ja auch von Ressourcensteuern überproportional betroffen wären. Diese Steuern dürften auf keinen Fall zu einer Steigerung des gesamten Steueraufkommens verwendet werden (was ja bei der gegenwärtigen "CO2-Steuer" nicht der Fall wäre).

Bei Autos wären Abgasnormen zwingend erforderlich, die den Diesel bevorzugen würden. Aus meiner Sicht wäre eine Norm zwischen Euro 4 und Euro 5 ein sinnvoller Wert. Alles darüber hinaus gehende nutzt der Umwelt nicht mehr und richtet für die Umwelt gesamtheitlich mehr Schaden als Nutzen an!

Das allerwichtigste wäre, dass Autos kleiner würden. Warum spricht darüber niemand?!!
Wo ist der Lupo 3 Liter geblieben? Ist es heute nicht mehr möglich, so ein Auto zu bauen?
Es gibt eine Reihe von Autoherstellern, die die gegenwärtig kleinsten Karosserien im Programm haben und die auch kleine Dieselmotoren im Programm haben.
Es kann mir kein Mensch erzählen, dass die Entwicklungskosten zu hoch wären, einen vorhandenen Motor in eine vorhandene Karosserie zu schrauben, selbst wenn kein einziger Mensch dieses Auto kaufen würde.
Im Falle des Lupo 3L, Audi A2 und Smart cdi hat eine konzertierte Medienaktion unter Beteiligung von Greenpeace dem Auto den Gar ausgemacht.
Ich kann das nicht anders deuten, als dass eine Agenda von oben den Autoherstellern den Bau nachhaltiger Autos hinter verschlossenen Türen verboten hat.
Heute geht das mit der E-Mobilitäts-Agenda und dem Hochloben von tonnen-schweren Teslas und E-Porsches munter weiter...

Das sind die eigentlichen Lügen!
Nein, Greta sagt an sich nichts verkehrtes. Das eigentliche Verbrechen, welches der sie umgebende Think-Tank begeht, besteht in der konzertierten Aktion im Verbund mit Medien und Politik, dass die gesamte Agenda keine Verbesserung bringen kann, dass aber im gleichen Zuge festgelegt wird, dass Autos sich in Zukunft nicht mehr frei bewegen können, sondern als autonome Autos von den Geheimdiensten jederzeit gekapert werden können. Die Agenda sieht so genannte CO2-Steuern vor, die vor allem die kleinen Menschen zahlen müssen, wohingegen Flugzeuge, Schiffe und Industrie davon nicht wirklich betroffen sein werden. Das ist der Betrug. Greta ist nur die "unschuldige" (weil minderjährige) Frontfrau einer verlogenen Bewegung, die die Sachen schlimmer macht, als sie bereits sind!

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