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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Also ich

wäre arg froh, wenn wir den Kalten Krieg wieder hätten. Immerhin waren da Abrüstungsverhandlungen möglich und das Niveau der Auseinandersetzung mit der Sowjetunion war weit höher als das gegenwärtige Schmierentheater.

So ist das: der NSA-Skandal ist völlig vergessen, der Spieß wurde einfach umgedreht. Die Untaten der USA, belegt durch zweifelsfreie Dokumente Snowdens, werden eins zu eins übersetzt einfach Russland vorgeworfen, mit billigen, frei erfundenen Räuberpistolen. Natürlich wäre es der Job der politischen Linken gewesen, diesen Schwachsinn zu kontern. Sie tat nichts. Weltweit einzige Ausnahme: die deutsche Linkspartei, die sich eindeutig für Assanges Freilassung stark macht und dies nochmals durch den Besuch der Damen Dagdelen und Hänsel bei Assange unterstrichen hat.

Neulich ist die Integrity Initiative aufgeflogen, welche mit frei erfundenen Geschichten Jeremy Corbyn als russischen Agenten denunzieren wollte. Und, macht Corbyn Rabatz, fordert er Aufklärung? Mitnichten. Die Angst, als Nestbeschmutzer dazustehen, ist größer. So eine Flasche.

Glen Greenwald hat bislang in Brasilien gelebt, weil die dort regierende Arbeiterpartei seine Sicherheit garantieren konnte. Jetzt aber einfach im Bolsonaro-County zu bleiben, wäre reiner Selbstmord. Er lebt mit Sicherheit nicht mehr in Brasilien. Aber wo er jetzt lebt, verrät er nicht. Er, der so viel geleistet hat, im Sinne der ganzen Menschheit, muss sich verstecken.

Zain Reza ist meiner Meinung nach so etwas wie der Ken Jebsen für Studienräte und hinter beiden steckt meiner Meinung nach der Iran. Was ich aber nur vermuten, nicht beweisen kann. Bei allen Bedenken gegen den Iran spräche das letztlich nicht gegen sie. Es hieße dann nämlich, dass Leute wie Greenwald ohne den Iran überhaupt keine Öffentlichkeit mehr hätten. Das wäre der Super-GAU.

Gruß Artur

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