Avatar von freudhammer
  • freudhammer

684 Beiträge seit 14.12.2014

Entschuldigen ist zu wenig

Eine Entschuldigung würde als Anerkennung des Völkermordes und der Räuberei verstanden. Der zweite Schritt wäre die Frage, wo die geraubten Schätze verblieben sind. Und die dritte, wer außer dem spanischen Königshaus noch zu den Profiteuren gehört, vor allem, welche Königshäuser und Regierungen noch wo gemordet und geraubt haben. Die vierte Forderung wäre die nach Rückführung der Schätze, soweit noch vorhanden. Die europäischen Museen würden sich leeren, denn die Beuteschätze würden zurückkehren müssen. Und der Vatikan würde verarmen, denn im Namen der Religion wurde geraubt und gemordet, hinter dem Schwert lauerte immer das Kreuz. Die Schäden in den Köpfen der Missionierten wären sowieso nicht zu beziffern. Und wann hat Rom sich vom Sklavenhandel distanziert? Das ist doch noch gar nicht so lange her, oder irre ich mich?
Es wäre wirklich an der Zeit, dass die imperialen Raubzüge einmal aufgearbeitet würden, eine Entschuldigung ist da zuwenig, es gehörte in die Lehrpläne der Schulen, damit die Zusammenhänge des gigantischen Land- und Kulturraubes ein geistiges Allgemeingut werden. Und es waren ja nicht nur die spanischen Herrscher, gleiches taten die portugiesischen, die holländischen, französischen, belgischen, italienischen, weniger die deutschen, am Allermeisten aber die britische Krone, sie wurde zum Meister des Landraubes, des Teilen und Herrschens, der Ausbeutung und des Sklavenhandels. Sie wurden schließlich von den Vereinigten Staaten abgelöst, bzw. gingen in ihnen auf. Weniger bekannt ist, dass sich auch die Juden seit dem Altertum nicht nur auf Bankgeschäfte verstanden, sondern auch Meister im Sklavenhandel waren.

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