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  • Senfzugeber

710 Beiträge seit 29.09.2009

König differenziert betrachten

Juan Carlos war der "Ziehsohn" von Franco.Franco war, im Nachhinein
betrachtet, sicherlich eine Schattengestalt, aber er war kein Rassist
wie Hitler,hielt Spanien gegen den Wunsch Hitlers aus dem zweiten
Weltkrieg heraus,öffnete Spanien für den Tourismus,führte
Modernisierungen durch. Letztlich ein Diktator, der ähnlich wie die
Generäle in Südkorea und Pinochet in Chile oder Tschiang Kaischek in
Taiwan sich und ihre Entwicklungsdiktatur selber überflüssig machten.
Juan Carlos hat auch die positiven Seiten Francos kennengelernt, aber
u.a.durch umgehende Legalisierung der Kommunistischen Partei eine
unumkehrbare Öffnung und Distanzierung von Franco vorangetrieben. Es
hat damals jedoch noch sehr viele Anhänger des alten Systems gegeben.
Sogar in Deutschland hat Adenauer ehemalige Nazis(obwohl die viel
schlimmer waren als Francos deswegen trotzem nicht allseits
anerkennenswerte Regierungsform) in die Regierung(Globke)
eingebunden, auch wenn Adenauer vieles war, aber kein
Nazi-Sympathisant.Es musste jedoch, um einen versöhnlichen Übergang
zu einer offeneren Gesellschaft zu ermöglichen, eine Vorgehensweise
gewählt werden, die alle mitnimmt, statt zu spalten. 
So gesehen ist Juan Carlos einer der größten Staatsmänner in der
Geschichte Europas-und bleibt dies auch!

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