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  • perlentaucher235

mehr als 1000 Beiträge seit 16.08.2012

Aber ob denn Herr Schack da noch auf dem neuesten Stand ist...

...wenn er in seinem Artikel von einem Scheitern der Politik der
sogenannten 'Westlichen Wertegemeinschaft'(TM) ggü. dem (stv. für
andere) angesprochenen Land spricht & meint: »Weder wurden
"Leuchttürme der Demokratie" errichtet, noch hat der
Demokratie-Export funktioniert.« und ferner u. a. Frau Merkler geo-
und anderweitig geartete politische Naivität unterstellt?

Spätestens seit Ende 2013 - vmtl. aber sogar schon ein gutes Stück
vorher - dürfte klar sein, dass die bereits oben benannten
'Westlichen Werte'(TM) - und zu denen gehören ein aufgeklärter Staat,
Demokratie dazu - billige Makulatur sind, nichts weiter.

Dies auch schon immer war und aufmerksamen Beobachtern schon lange
klar - nur dass zu Zeiten der Systemkonkurrenz darauf geachtet wurde,
dass die aufgebrachte Schminke (um auf das entsprechende Wort Kurt
Tucholsky's Bezug zu nehmen) schon zumindest bei nicht allzu genauem
Hinsehen möglichst gut zum öffentlich entworfenen Image passte. 

Diese Zeiten sind aber vorbei - Kosmetika kosten Geld, dass dann im
Rüstungsetat fehlt - und in dem Masse, wie die Schleifung der
bürgerlichen und Freiheitsrechte zzgl. Daseinsvorsorge auch in den
Kernländern stetig vorangetrieben wird, kann man sich auch in der
Aussenpolitik genauso von diesem Zeug verabschieden.

Insofern kann man der Merkler (Gruss an Koll. aquinatus) auch keinen
Vorwurf machen - & zuallerletzt den der Naivität. Natürlich weiss
sie, dass man ausschliesslich mit zerstörten Staaten wie in Nahost
»keinen Staat machen« kann. So schön unsere amerikanischen Freunde am
Beispiel der Palästinenser über die Jahre studieren konnten, wie
prima und viel besser die Welt im Interesse Ihrer imperialen
Bestrebungen doch handhabbar ist, wenn man die Staaten eliminiert,
die einen stören könnten und insofern & in gewisser Weise eine
Rückkehr zu vorkolonialen Zeiten angestrebt ist, so sehr ist klar,
dass man natürlich mindestens einen Zuchtmeister vor Ort braucht.

Und in dem Masse, wie die staatlichen Binnenstrukturen der Länder der
'Westlichen Wertegemeinschaft'(TM) zunehmend auf autoritär
umgestrickt werden, sind solche Partnerländer doch die beste
Gesellschaft, die man sich denken kann. Umso mehr, als auch in den
Kerngesellschaften nur noch für verhältnismässig wenige Demokratie
einen Wert an sich darzustellen scheint. Vielen ist es inzwischen
wohl völlig sch.....egal, ob irgendwann auch wieder die SS auf der
Strasse patrouilliert, solange sie »Freie Fahrt für Freie Bürger«
haben - natürlich ohne Tempolimit, nach Lust und Laune vor sich
hinkonsumieren dürfen - soweit das Portemonnaie es zulässt natürlich
- rumdaddeln können bis zum Abwinken und das neue Eiiii-Phouuune auf
jeden Fall pünktlich im Laden steht.

Insgesamt ist Frau Merkler mit Ihrer 'marktkonformen Demokratie'((C)
Merkler 2012-2014) voll auf der Höhe. Und sowohl die Ukraine als auch
das eine oder andere »Partnerland« scheinen wohl zulässige Spielarten
besagter Konzeption zu sein.

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