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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Vielleicht garnicht so dumm

von Obama. Der Gegner hat das größte aller Kriegsbeile ausgepackt,
aber es hilft nicht. Irgendwann ist der Shutdown vorbei und dann hat
der Gegner keine Möglichkeit der Steigerung mehr. Womit das Gesetz
des Handelns eindeutig wieder bei Obama läge. Dass der Shutdown bei
den Umfragen den Reps mehr schadet als ihm, dürfte klar sein und auch
so bleiben. Erst recht hinterher. 

Klar kann die GOP daran zerbrechen, wenn sie sich hat dermaßen von
der gekauften Tea-Party dominieren lassen. Ein Daisy-Cutter für alle
sozialen und ökologischen Bewegungen, mit einer sprachlichen
Derbheit, die eben in den USA völlig neu ist. Goldwater ist damit
nicht vergleichbar. Das Kunststück, eine regelrechte Hysterie gegen
eine Krankenversicherung zu fahren, die anderswo bestens funktioniert
(zum Beispiel beim Exportweltmeister) ist ein Zeichen von nie
dagewesener Demagogie. Die Obama-Regierung war über Jahre einfach
sprachlos, was sich jetzt zu ändern scheint. Und Obama ist dabei, sie
an die Wand zu drücken, mit dem Rest der GOP, der sich hat von der
Tea-Party unterbuttern lassen.  

Diffamierungen und Massenhysterien waren über vier Jahre die Mittel
der öffentlichen Auseinandersetzung, der Shutdown ist nun das Ende
der Sackgasse, in der alles endet. Katharsis? Vielleicht. Es könnte
sein, dass wir Obama dann von einer neuen Seite kennen lernen.

Einen Vorteil hat die Sache jetzt schon für ihn: er wird überhaupt
nicht mehr nach der NSA gefragt. Das allerdings ist auf jeden Fall
temporär.

Gruß Artur 

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