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  • freudhammer

682 Beiträge seit 14.12.2014

Lange Vorrede und kurzer Schluss

Straches Tonfall und Selbstherrlichkeit ist bei Führern in Politik und Wirtschaft, soweit ich weiß, ziemlich normal. In der Wirtschaft ist Demokratie sowieso noch nie angekommen, auch nicht in seiner kindlichsten Scheinform als repräsentative. Und da Politik sowieso die Fortsetzung der Wirtschaft mit anderen Mitteln ist, wird sich außerhalb von Kindergeburtstagsreden auch nichts ändern. Wirtschaft und Politik verlangen nach einem bestimmten Menschentyp: bauernschlau, aggressiv, freundliche Larve vom Typ gefragter Schwiegersohn und den Mund voller verlogener, wohlgesetzter Buchstaben. Lügen ohne Wimpernflattern mit Augenaufschlag, schwierige Disziplin, selbst Kohl hatte nur das eine drauf...

Zweibeiner der idealistischeren Art bleiben schon lange vor den Führungssesseln auf der Strecke, negative Auslese wohin man schaut. Die eigentliche Macht hinter den Akteuren verlässt sich aber trotzdem nicht gerne alleine auf die einmal getroffene Wahl und die Motivation durch gute Alimentierung. So ist es vielleicht sogar die Regel, dass Leithammel nicht nur nach Qualifikation, Abnickfähigkeit und Erscheinungsbild ausgewählt werden, sondern auch nach ihrer Steuerbarkeit. Und gesteuert wird mit Zuckerbrot und Peitsche, nicht anders wie im Zirkus. Die Peitsche wird dabei gerne von Leichen im Keller ersetzt, denn Vertrauen ist gut, Erpressung ist besser! So lagern vermutlich von allen Führungskräften (die ja auch nur Personal sind) Beweise über Fehltritte, Peinlichkeiten, vielleicht auch strafverfolgbare Vergehen, in den Archiven des peinlichsten allen Personals, den Spitzeln und Schergen.

Genug der Vorrede: Herrn Strache hätte ich auch vor seinem Videoauftritt nicht gewählt, dafür ist er mir zu neoliberal und zu kriecherisch gegenüber dem jüdischen Apartheidsregime.

Doch was mich brennend interessieren würde, wer ihn so hat auflaufen lassen, zwei Jahre nach dem Vorfall, der illegal aufgenommen worden war und der nun unmittelbar vor der Europawahl eine konservative Regierung sprengte. Da die österreichische Regierung für ein Europa der Vaterländer eintrat und nicht für die „Vereinigten Staaten von Europa“, werden die hinterfotzigen Täter wohl aus dieser Ecke kommen. Die Reaktion ihrer Medienhuren unterstreicht diesen Verdacht.

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