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  • William Zard

mehr als 1000 Beiträge seit 13.06.2005

Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen?

Noch vor kurzem wurden in den einschlägigen Medien immer die hohe
PV-Vergütung genannt, wenn Stimmung gegen die erneuerbaren gemacht
wurde.
Nun gab es da aber einen kleinen Wandel, inzwischen wird dort, um
Stimmung gegen die PV zu machen von der durchschnittlichen Vergütung
gesprochen. Klar, würde man schreiben, dass man für PV-Strom selbst
bei Kleinanlagen keine 19 ¢/KWh mehr bekommt, würde ja jeder merken,
dass das weniger ist, als er für den Saft aus der Dose zahlt, da ist
es besser die durchschnittlichen 35 ¢/KWh für PV-Strom zu nennen, bei
denen auch all die alten Anlagen drin sind, die höher vergütet
wurden.

Der Witz an der Geschichte ist, dass wir inzwischen etwa 30 GW(p) an
PV installiert haben, aber die Anlagen die mehr als 35 ¢/KWh bekommen
keine 14 GW(p) aus.
(Ab 1.7.2010 ist auch die höchste vergutung unter 35 Cent gefallen,
bis zu dem Zeitpunkt wurden nach Veröffentlichunden der BnetzA etwa
13638,331 MW(p) installiert.)

Schreibt man einen Zubau von ca. 7 GW pro Jahr (wie in 2010 und 2011
und vielleicht auch 2012) mit Vergütungen von unter 19 ¢/KWh fort,
fällt aber auch der dieser mittlere Preis drastisch.
Schon klar, dass der Brüderle da nach einem PV-Moratorium schreit,
denn nur so lässt sich die alte Mär vom teuren PV-Strom weiter
aufrechterhalten!

Der nächste Wandel in der Terminologie für teuren PV-Strom ist auch
schon abzusehen, in etwa einem Jahr wird man auch nicht mehr den
mittleren preis je KWh nennen, sondern nur noch die Summe aller
PV-Vergütungen ... und freilich wird man nicht den Marktwert den der
Strom an der EEX erziehlt davon abziehen.
Und selbst wenn man die erlöse für den PV-Strom noch abzieht, wäre es
nur die halbe wahrheit, denn jede andere Erzeugung von
Spitzenlaststrom (und exakt das ist PV-Strom) kostet heute schon
mehr, als der PV-Strom!


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