Avatar von Storchbraterei Ploing
  • Storchbraterei Ploing

mehr als 1000 Beiträge seit 28.03.2004

Halt Du sie dumm - ich mach sie arm !

Unabhängig von der Staatsform haben sich die Kirchen (vor allem die orthodoxe und katholische) schon immer mit den Mächtigen "arrangiert". Der große Blutzoll durch 30jährigen Krieg, Aufklärung und Säkularisierung ermöglichte im "Westen" wenigstens ansatzweise eine Trennung von Kirche und Staat, wodurch solch ein Arrangement für den Fortbestand dieser Bruderschaft der "elitären" Blutsauger notwendig wurde.

Da segnen die Priester auch gerne Waffen und hetzen wie Kriegspastor Gauck die Bevölkerung auch gerne in weitere militärische Konflikte. Große Teile der Welt sind aber selbst von einer ansatzweisen Säkularisierung entfernt und deren Machthaber vereinen politische und geistliche Führerschaft bzw. führen Pseudoreligionen ein (wie die den "Paganismus" der Nazis oder Ideologien wie Maoismus oder Chuch'e).

In jedem Fall ist das Ziel stets die Vernichtung einer aufgeklärten/gebildeten Mittelschicht bzw. "Bürgertum", denn in der Verarmung der Massen kann der Ausbeuter sich noch als Retter gerieren, die Massen in seinem Sinne kontrollieren und besser ausbeuten und für eine sehr kleine psychopathische Führungskaste bleibt immer noch immenser Reichtum und eine fast "gottgleiche" Macht übrig.

Politische Macht zieht Egomanen an, Altruisten gewinnt man für sich, indem man ihnen Not leidende Opfer präsentiert oder Opfer inszeniert und damit die Helfer selbst zu neuen Opfern werden lässt, indem man ihre Hilfsbereitschaft instrumentalisiert, um sie effektiv ausbeuten zu können - darauf ist gerade die Kirche schon immer spezialisiert, schützt die Täter und wird somit Komplize der Täter.

Das scheint ein generelles Problem unser Spezies zu sein - es funktionierte ja bereits in den vorgeschichtlichen, frühesten Phasen der menschlichen Zivilisation so, deren "übermenschlich" erscheinenden rituellen Bauwerke (Megalithkulltur, Pharaonen) uns bis heute Rätsel aufgeben, sich aber bei näherem Hinschauen meist als Resultat einer "unmenschlichen" Ausbeutung der größten Teile versklavten Bevölkerung durch eine kleine klerikale/imperiale Elite entpuppen - deren extreme narzisstische Störung ("Cäsarenwahn") häufig dazu führte, dass sie sich tatsächlich für "Götter" hielten und sich als solche verehren ließen.

(Bis heute sind ja wohl Kalendermonate noch nach römischen Kaisern benannt)

Auch der heutige Katholizismus ist somit nur ein historischer Teil eines grundsätzlichen Problems unserer Art, das wohl schwer zu überwinden ist.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.05.2018 11:27).

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