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  • klausgh

660 Beiträge seit 23.04.2008

Politik machen mit Skandalen - skandalöse Politik

Die deutsche (und wohl auch in Teilen die EU-) Politik weiß, dass der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung ein friedliches und gut-nachbarschaftliches Verhältnis mit Russland will. Dies ist aber geopolitisch nicht angesagt. Eine aggressive Politik gegenüber Russland muss begründet werden. Deshalb macht man Politik mit (echten oder vorgeblichen) Skandalen. Auch wenn der Nawalny-Fall noch so unglaubwürdig ist, entblöden sich unsere politischen Vorturner nicht, das Thema auf jede mögliche Weise zu skandalisieren. Dabei machen sie (im angeblich entnazifizierten Nachkriegsdeutschland) eine rechtsradikale Dumpfbacke und einen ausgewiesenen Rassisten zum Maßstab unserer Außenpolitik. Für die große Mehrheit in diesem Land kann dies nur Nachteile bringen (nicht nur wegen vermutlich steigender Energiepreise). Sehenden Auges knüpfen diese Politiker (oder vielleicht besser US-Einflussagenten) an alte Traditionen einer imperialistischen und russlandfeindlichen deutschen Außenpolitik an - auch was den Rahmen mit parafaschistischen und rassistischen Figuren wie Nawalny anbetrifft. Diese Politik ist absolut skandalös - und potentiell extrem gefährlich.

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