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  • hgeiss

mehr als 1000 Beiträge seit 06.08.2014

Anmerkungen eines relativen technischen Laien ohne Tunnelblick

Über die lokalen ökologischen Auswirkungen des Tesla- Werkes können die Genehmigungsbehörden – vielleicht – urteilen. (Aber wirklich nur vielleicht). Es geht aber nicht nur um die Abholzung riesiger Waldflächen und Umwandlung in Versiegelungsareale, von denen man wirklich weiß, dass sie sich aufheizen und Auswirkungen auf das regionale Klima haben. Ob der Sandkasten Brandenburg den Aderlass an großen Wassermengen unbeschadet verkraften kann, weiß ich nicht.

Eins ist aber gewiss, dass die Fernwirkungen der E-Autos in die Beurteilung nicht mit einbezogen werden, vermutlich auch gar nicht einbezogen werden können, weil sie heute nicht zu überblicken sind. Etwa die landschaftszerstörenden und sozialen Auswirkungen des Rohstoffabbaus in vielen Teilen der Welt, der Renaissance der Atomspalterei und anderen nicht einschätzbaren Formen der Stromerzeugung, des Arbeitsplatzabbaus in der Automobilindustrie, den Auswirkungen von 5G, den zehntausenden Satelliten am Himmel, denn Tesla will ja bekanntlich KI und Automatisierung vorantreiben. Von den Bränden von E-Fahrzeugen, wie etwa den Busdepos und vieler anderer Fahrzeuge gar nicht zu reden. Doch für die E-Mobilität lässt sich Elon Musk von den Steuerzahlern die nötige Infrastruktur einrichten: Ladestationen über das ganze Land mit Freileitungen, Windparks und die Umwandlung der Landschaft in ein Solarplattenland, Getreidevergärung zur Stromerzeugung, neue mächtige Löschwasserleitungen in den Tunnels, Unterführungen und Einhausungen usw. Die Folgen der Herstellung und Entsorgung dieser Apparaturen und Kosten spielen im Genehmigungsverfahren ganz sicher keine Rolle.

Ich bilde mir nicht ein, als relativer Laie den Rattenschwanz an dieser Technology auch nur ansatzweise zu überblicken. Aber eins bin ich mir sicher, ökologisch ist das alles nicht. Und - wurde die Fabrik in Brandenburg nicht auch mit viel Steuergeld finanziert und Musk damit gelockt? Aber mit naiven Sozis und Grünen lassen sich solche pseudoökologischen Projekte leicht durchführen. Wir wissen ja, dass die neue Außenministerin ihren internationalen Kollegen bald einräumen wird, dass in Germany der Strom im Netz gespeichert wird… Aber was haben wir nach 16 Jahren Merkel im Ausland noch an Ruf zu verlieren…

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