Avatar von freudhammer
  • freudhammer

829 Beiträge seit 14.12.2014

Juden und Deutsche nicht schon wieder gegeneinander ausspielen

„96 antisemitische Anschläge registriert“ hieß es neulich in einer bayerischen Regionalzeitung und noch ein paar Monate zuvor war in derselben Zeitung zu lesen: „Knobloch und Schuster betonten, dass Juden sich innerhalb Deutschlands insbesondere in Bayern besonders sicher fühlten.“

Die Aussage von Knobloch und Schuster im Kopf, war ich über die genannte Zahl der Anschläge im neuen Bericht doch einigermaßen erstaunt. Ich habe mich auf der Seite RIAS – umgesehen – jenem Denunziationsforum, dessen Existenzberechtigung darin besteht, Antisemitismus zu sammeln, wenn nötig mit Lupe und Mikroskop. Bei einigen Einträgen gewann ich den Eindruck, dass man schier krampfhaft beweisen will, wie sehr Juden in Deutschland doch gefährdet seien und jede Unkorrektheit oder Dummheit zur Vorstufe eines Verbrechens aufbläst. Wer, so frage ich mich, kann daran ein Interesse haben, Konflikte künstlich herbei zu reden und das Image vom judenfeindlichen Deutschen immer am Köcheln zu halten? Da ich selber jede Form von Rassismus verabscheue, sehe ich die Gefahr, dass dieser schlimmste aller Begriffe durch völlig überzogenen und inflationären Gebrauch stumpf gemacht wird.

Wenn wir uns in der Geschichte des Zionismus umsehen, stoßen wir immer wieder auf Aussagen, von den Urvätern des jüdischen Nationalismus bis in die Gegenwart, die auf die Notwendigkeit von Antisemitismus hinwiesen, Motto: „Die Antisemiten werden unsere besten Freunde sein!“ Das heißt, man braucht die Angst vor einem äußeren Feind, um die Herde zusammenzuhalten. Zudem hatten die Zionisten von Anfang an das Problem, dass sich Juden nicht für einen jüdischen Nationalstaat interessierten und erst recht nicht daran dachten in eine staubige, wasserarme Region überzusiedeln. Sie waren wohlsituierte bürgerliche Juden und in die europäische oder amerikanische Gesellschaft integriert, viele waren Akademiker oder betrieben lukrative Gewerbe. Sie fühlten sich als Deutsche, Österreicher, Russen usw., gerade Deutschland hatte in der Kaiserzeit die liberalsten Judengesetze. Die religiösen Juden sind bis heute gegen ein Israel, weil es religiösen Festlegungen widerspricht. So hatten es nationale Sektierer wie Hess, Herzl, Weizmann und Co., die aus einer Religion eine Nation machen wollten und dafür irgendwo ein bewohntes Land annektieren, alles andere als leicht. Da sie selber ja allesamt keine religiösen Juden waren, kann man ihnen ihre Judentümelei auch nicht recht abnehmen, meine Vermutung ist, dass sie im Auftrag des Empire und des Großkapitals in jüdischer Verkleidung eine Kolonie im Orient gründen sollten, die als Fort für imperiale Unternehmungen dienen sollte. Wie ich dieser Tage erst las, gab es auch von französischer Seite ähnliche Projekte, etwa im Libanon und der Idee eines Kurdistans.
Doch wieder zu den Problemen der Zionisten, Juden für ihr Israel-Projekt zu motivieren. Mit Ideologie alleine waren einfach nicht genug Siedler zu gewinnen. Und man brauchte ja auch Geld; Gewerbe und Fachkenntnisse, um überhaupt wirtschaftlich sein zu können. Doch wie zufriedene Deutsche jüdischen Glaubens, zum Auswandern bewegen? Da musste ein tiefes Zerwürfnis her, das einen Keil zwischen Juden und Deutsche trieb. Man schaffte dies, in dem amerikanische Juden den Deutschen in den Rücken fielen und für den Kriegseintritt der USA sorgten. Um das zu verstehen, empfehle ich die Rede von Benjamin Freedman zum Thema Balfor-Deklaration. Die dort beschriebene Niedertracht ist kaum auszuhalten.
Benjamin H. Freedman - Rede im Willard Hotel 1961
https://www.youtube.com/watch?v=2fwJQw8fVhohttp://

Dann die himmelschreiend ungerechte Versailler- Siegerjustiz, die dem demokratisch werdenden Deutschland einen Mühlstein um den Hals band, der ein Überleben schier unmöglich machte. Es sprach sich in Deutschland herum, dass diese Bestrafung auch von Juden diktiert worden war. (Auch hier empfehle ich Freedmans Rede, der in Versailles mit dabei war.)

Die deutsche Verschuldung vor dem Krieg lag bei 4,8 Milliarden Mark, im November 1919 lag sie bei 204 Milliarden Mark, in Österreich stieg sie von 15 auf 120 Milliarden. Ich gehe davon aus, dass die Nutznießer dieser Verschulung den Krieg auch angezettelt haben. Als dann 1933 auch noch die „Jüdische Kriegserklärung“ mit einem Boykott deutscher Waren erfolgte, die die deutschen Exporte um 10 Prozent einbrechen ließen, wurde weiter Öl ins Feuer gegossen. Ich empfehle dazu „Die jüdische Kriegserklärung“ von Raphael Johnson https://archive.org/details/DieJuedischeKriegserklaerung1933AnNazideutschland9SeitenBarnesReview

Und wie soll man die Gleichzeitigkeit von Wirtschafts- und Propagandakrieg gegen Deutschland durch mächtige jüdische Vereinigungen und gleichzeitig das gute Miteinander deutscher und jüdischer Nazis deuten? Also die antijüdische Hetze der Nazis, andererseits die Unterstützung der Zionisten mindestens bis Kriegsbeginn. Man erhöhte einerseits den Druck und schürte die Angst vor Verfolgung und bot andererseits die Lösung: Die Auswanderung nach Palästina. Mit dem Haavara-Abkommen ermöglichte man es wohlhabenden deutschen Juden auch ihren Besitz auszuführen.

Das alles bekommt seinen Sinn, wenn man weiß, dass Hitler und sein Regime von ähnlichen, vielleicht denselben Interessengruppen aufgebaut und aufgerüstet wurden, die auch hinter den Zionisten standen und noch immer stehen. Wenn dies stimmen sollte – und ich habe mittlerweile keinen Zweifel mehr daran – dann war das ein Meisterstück an Perfidie, zum Nachteil der missbrauchten Deutschen, aber auch den englischen, französischen, polnischen, italienischen oder russischen Bevölkerungen, die neben dem Blutzoll und der Not auch mit hohen Verschuldungen aus dem Krieg kamen. Und bei wem waren allesamt verschuldet? Ich weiß es nicht, würde es aber gerne wissen.

Noch bedauernswerter die Juden, die man in Lager steckte, etwa weil sie die Eintrittsgebühr für Palästina nicht bezahlen konnten oder weil sie ein Siedlerprojekt belasten würden, also die Alten und Kranken, die Orthodoxen und die politischen Gegner, grad wie die Unpolitischen, die Liberalen und Kommunisten.

Auch heute verlassen Juden den Zionistenstaat und gehen lieber wieder nach Europa. Um die Abwanderung zu stoppen braucht man die Gruselgeschichte von einem Deutschland, in dem noch immer der Antisemitismus umgeht. Und wenn man dafür uns Biodeutschen schon nicht gebrauchen kann, dann muss man halt ein paar Millionen Muslime zu uns exportieren, die mit den Zionisten leidvolle Erfahrungen gesammelt haben. Mein Schluss aus dem Gesagten – falls es nicht stimmen sollte, bitte ich es zu widerlegen – ist, dass die Juden als Religionsgruppe von denselben Interessen missbraucht wurden, die auch Deutschland missbraucht haben. Juden und Deutsche sollten sich zusammentun und nicht schon wieder gegeneinander aufhetzen lassen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (04.11.2019 00:57).

Bewerten
- +