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  • Little Louis

479 Beiträge seit 09.12.2015

Viel Text mit unklaren Argumenten

Leider immer noch unklar:
Ich bestreite nicht, dass dort zwei ethnische Nationalismen mit religiös verbrämten Blut und Boden-Ansprüchen sich unter Blutverlusten um denselben Boden streiten.Und dass manche der einen den anderen den Tod wünschen. Eine typische Folge religiös-ethnischen Nationalwahns.

Aber auch hier gilt, wie sonst auch, das Verursacherprinzip. Wofür natürlich die konkret und heute dort lebenden Individuen nicht unbedingt verantwortlich zu machen sind. Außer sehr viele berufen sich auch ( bezüglich ihrer Herrschaftsansprüche) auch heute immer noch auf ihre jeweilige ethnisch und religiös begründete Nation.
Nun kann man aber mit Fug und recht behaupten, dass eine palästinensische "Nation" den umstrittenen"Boden" eventuell schon vor der "jüdischen Nation" besessen habe. Und zwar selbst schon in antiken Zeiten. Denn vor dem Auszug der Kinder Israels aus dem Lande Ägypten lebte bekanntlich im umstrittenen Gebiet auch schon jemand. Und wer weiß, ob dieser Jemand nicht Teil der Ahnenreihe der heutigen Palästinenser ist? (Ich glaube viele Interessierte wissen es seit den Zeiten erschwinglicher Genanalysen halbwegs genau).

Es ist also nicht unbedingt ein Wunder, wenn fanatisierte halb faschistische Ethno- Nationalisten auf Seiten der Palästinenser (ebenso fanatisierten und halb faschistischen) ethnisch-religiösen ultranationalistischen Israelis an die Gurgel wollen.
Die Israelis müssten die ideologischen Motive der radikalen Palästinenser eigentlich am besten verstehen, da sie den ihren ja sehr ähnlich sind.
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Und dass die zionistische "Staatsgründung auf koloniale Gutsherrenart" die Ursache des Problems war, kann wohl kaum bestritten werden. Egal von wem und mit welcher Motivlage diese initiiert wurde.Da diese "Sünde" (zumindest auf humane Weise) kaum mehr rückgängig zu machen ist, kann die Lösung also nur in einer Ächtung des ethnozentrischen Nationalismus auf beiden Seiten bestehen. Das erscheint jedoch (zumindest kurz- und mittelfristig) unrealistisch.

Also bleibt als halbwegs vernünftige Lösung wohl nur die (Zwei-)Teilung des Bodens, damit sich beide Nationalismen auf eigenem Boden austoben können, ohne das Blut der jeweils anderen zu vergießen.

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