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  • Drahbeck

1 Beitrag seit 21.10.2007

Unerträgliche Verharmlosung der "Protokolle d. Weisen von Zion"


little Jason schrieb am 14. Oktober 2007 18:44

> ...aber in erster Linie sind sie antikapitalistisch.´

Wenn denn die „Protokolle" vorgeblicherweise „in erster Linie
antikapitalistisch" seien, dann allenfalls im Sinne der
Charakterisierung von August Bebel, welcher den „Antisemitismus - den
Sozialismus des dummen Kerls" nannte.

Sehr richtig nannte in einem 1936 in Karlsbad erschienenen Buch
Alexander Stein: „Adolf Hitler - den Schüler der Weisen von Zion".

Das unterstellte Welteroberungsprogramm suchte Hitler in der Tat zu
realisieren. Ein Buch kann nicht isoliert von seiner
Wirkungsgeschichte betrachtet werden. Und in dieser
Wirkungsgeschichte sind diese „Protokolle", in der Tat „die" Bibel
des Antisemitismus.

Im übrigen ist die Naivität des Protokolle-Textes geradezu rührend
einfältig. Etwa wenn da postuliert wird, Untergrundbahnen in die Luft
zu sprengen. Zitat aus jenem Elaborat:

"Es besteht nun die Gefahr, dass die Gojim mit bewaffneter Hand gegen
uns aufstehen, wenn sie vor der Zeit erraten, was vor sich geht. Aber
in den westlichen Staaten haben wir dagegen ein Mittel so furchtbarer
Art in der Hand, dass auch die tapfersten Herzen davor erbeben
werden; die Untergrundbahnen in den Großstädten. Diese unterirdischen
Gänge werden, bevor die Zeit gekommen ist, unter allen Hauptstädten
gegraben sein. Und so besteht die Möglichkeit, von hier aus diese
Hauptstädte mit all ihren Organisationen und Archiven in die Luft zu
sprengen."
Zitiert nach: Fritsch, Theodor (Hrsg.) "Die Zionistischen
Protokolle", Leipzig 1924 S. 28.

Die Gegenargumentation gegen dieses Ammenmärchen, wird die
diesbezüglich Gläubigen allerdings nicht sonderlich beeindrucken.
Auch das kennt man ja schon. Einer der es auch so handhabte, Adolf
Hitler sein Name. In seinem „Mein Kampf" lies er denn „folgerichtig"
schon wissen:

„ ... wird in unvergleichlicher Art in den von den Juden so unendlich
gehaßten "Protokollen der Weisen von Zion" gezeigt. Sie sollen auf
einer Fälschung beruhen, stöhnt immer wieder die "Frankfurter
Zeitung" in die Welt hinaus: der beste Beweis dafür, daß sie echt
sind. Was viele Juden unbewußt tun mögen, ist hier bewußt klargelegt.
Darauf aber kommt es an. Es ist ganz gleich, aus wessen Judenkopf
diese Enthüllungen stammen, maßgebend aber ist, daß sie mit geradezu
grauenerregender Sicherheit das Wesen und die Tätigkeit des
Judenvolkes aufdecken und in ihren inneren Zusammenhängen sowie den
letzten Schlußzielen darlegen. Die beste Kritik an ihnen jedoch
bildet die Wirklichkeit. Wer die geschichtliche Entwicklung der
letzten hundert Jahre von den Gesichtspunkten dieses Buches aus
überprüft, dem wird auch das Geschrei der jüdischen Presse sofort
verständlich werden. Denn wenn dieses Buch erst einmal Gemeingut
eines Volkes geworden sein wird, darf die jüdische Gefahr auch schon
als gebrochen gelten."

Wenn solcherart geschichtlicher Protokolle-Gläubige heutzutage
verharmlost werden, dann ist das allerdings alles andere als
„lustig". Der Schoß ist noch fruchtbar, der solches gebar!

Weitere Voten zum Thema; unter anderem:
http://www.manfred-gebhard.de/Parsimony.24148.htm

http://www.manfred-gebhard.de/Protokolle.htm"


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