Früher, in der Subsistenz-Wirtschaft hätte man die ganzen Schwätzer auf die Felder gejagt. Das Leben war hart und kurz. Das Tagewerk war lang und der persönliche Besitz sehr überschaubar. Mehr als ein Saufgelage zu hohen Festivitäten war da einfach nicht drin.
Im realexistierenden Sozialismus war das Schwätzertum schon weiter verbreitet, aber die Ineffektivität und fehlende Kreditwürdigkeit setzten der Gilde enge Grenzen.
Dort kam man nur weiter, wenn man der Nomenklatur hinterherschwätzte. Der Rest war lebensgefährlich. Beim alten Stalin war selbst dies eine lebensgefährliche Veranstaltung.
In unserer Republik nimmt die Dampfplauderei und das Schwätzertum immer mehr zu, während die Handlungsfähigkeit der Republik immer mehr abnimmt.
Möglich macht dies der Kapitalismus, der es den Schwätzern erlaubt, den Leistungsträgern das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich auf Kosten der Zukunft (Staatsanleihen und Kassa-Kredite) ein bequemes, leistungsloses Leben zu ermöglichen.
Sich der eigenen Belanglosigkeit bewusst, wird da selbst der Aldi-Verkäuferin, das nicht zwangsläufig erforderliche, zweite Paar Schuhe nicht gegönnt.
Klar, bei der läßt sich sicher noch Knete abgraben, denn wenn die eigene Existenz schon so jämmerlich ist, sollen auch die Anderen mindestens genauso leiden!
Es wird Zeit, diese Leute wieder auf die Felder zu schicken. Dann kommen die auf andere Gedanken.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.08.2022 17:53).